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Hauptstrassenquerungen

Ein zentrales Thema der FuVeMo war die Verbesserung von Hauptstrassenquerungen für FussgängerInnen und VelofahrerInnen. Burgdorf mit seiner stark befahrenen Durchfahrtsachse eignete sich sehr gut für Pilotversuche.




Die Ideensuche nach neuen Querungslösungen wurde in fünf unterschiedlichen Projekten verfolgt:

 

1) Projekt "Umgezeichneter Fusgängerstreifen": Die heute üblichen Fussgängerstreifen in Form von Querbalken wurden von der FuVeMo eher als „Barriere“ denn als Querungshilfe für Strassen empfunden. Bei der Umkehrung der Balken hingegen liegen die Streifen quer zur Fahrbahn. Die Umzeichnung wurde getestet; aus Sicherheitsgründen wurde die Idee dann aber fallen gelassen.

 

2) Projekt "Anhaltspunkt": Im Rahmen des von der FuVeMo initiierten Wettbewerbs zur Umgestaltung der Hauptverkehrsachse durch Burgdorf im Jahr 1998 ging ein neuer Ansatz zur Gestaltung der Fussgängerquerungen als Siegerprojekt hervor. Unter dem Arbeitstitel „Anhaltspunkte“ schlug das Siegerteam vor, die Fussgängerstreifen als grossflächige Farbpunkte zu gestalten. Nachts sollte jeder Punkt gezielt durch die Strassenkandelaber beleuchtet werden. Die Umgestaltung und Sanierung der Ortsdurchfahrt wurde vom bernischen Regierungsrat sistiert, bis die Linienführung einer neuen Erschliessung des Emmentals geklärt und so weit möglich gesichert ist. Aus diesem Grund ist das Projekt bis jetzt nicht umgesetzt worden.

 

3) Projekt "Leuchtender Zebrastreifen": Der leuchtende Fussgängerstreifen ist eine Erfindung von Studierenden der Burgdorfer Fachhochschule und gewann den „Innopreis 2004“: Jeder gelbe Balken eines Fussgängerstreifens wird an beiden Enden mit LED-Leuchtern versehen. Wenn sich ein/eine FussgängerIn per Knopfdruck am Zebrastreifen anmeldet, werden die Leuchter einer nach dem andern betätigt (Lauflicht). Dadurch werden der Zebrastreifen und der/die FussgängerIn nachts besser sichtbar, was sich positiv auf die Verkehrssicherheit auswirken soll. Die LED-Leuchter sind auf dem Markt erhältlich, können einfach in den Strassenbelag eingebaut werden und haben eine lange Lebensdauer. Der Stadtrat von Burgdorf beschloss, zusammen mit dem Kredit für die Gesamtsanierung der Steinhofstrasse einer stark frequentierten innerstädtischen Hauptachse) einen Betriebsversuch mit dem leuchtenden Fussgängerstreifen durchzuführen, und zwar auf der stark frequentierten Querung des Fuss- und Radwegs auf Höhe Meisenweg. Die Vorarbeiten dazu wurden geleistet; da es sich um eine direkte Beleuchtung von unten handelt, brauchte es für dieses Pilotvorhaben eine Ausnahmebewilligung des Bundesamts für Strassen, die noch aussteht.

 

4) TCS-Versuch mit ergänzenden Markierungen am Fussgängerstreifen: 2004 startete der TCS einen Versuch mit ergänzenden Markierungen am Fussgängerstreifen, welche die Sicherheit beim Queren der Strassen erhöhen sollen. Motivation: die meisten Fussgängerunfälle ereignen sich am Fussgängerstreifen, trotz des gesetzlich gewährten Vortritts und der für Fahrzeuge geltenden Haltepflicht. Das Projekt sieht die Markierung eines Wartebereichs auf dem Trottoir vor, der die FussgängerInnen auffordert, kurz anzuhalten und links und rechts zu schauen. Um die Aufmerksamkeit der FahrzeuglenkerInnen zu erhöhen wird vor dem Fussgängerstreifen die Markierung „kein Vortritt“ auf der Fahrbahn angebracht. Der Versuch konnte in Lausanne und Lugano durchgeführt werden, in Burgdorf wurde er vom Kanton nicht bewilligt.

 


 Weiterführende Informationen

 Projekt "Burgdorfer Furt"


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