

Das formale qualitative Programmziel, „die Möglichkeiten und Grenzen des nicht motorisierten Verkehrs zur Einsparung von Energie umfassend aufzeigen“, ist erreicht worden. Der Massnahmenmix ist sehr breit. Der Langsamverkehr hat im Bahnhofquartier nachweislich zugenommen, auch wenn der Verlagerungseffekt schwierig nachzuweisen ist. Die FuVeMo enthält echte Innovationen, die im Sinne eines Katalysators auch nationale Ausstrahlung erlangen. Für einige (nicht realisierte) Ideen wurden zumindest erste Grundlagen bereitgestellt. Diese Erfolgsbilanz ist für die Phase 2 etwas zu relativieren. Bisher haben erst wenige Ansätze substanzielle Ausstrahlung erlangt. Auf Erfolge hoffen lässt das erst im Frühsommer 2006 gestartete Projekt „Lebensraum Quartier“.
Die informell gesetzten quantitativen Ziele (10%-ige Verkehrsverlagerung vom motorisierten auf den Langsamverkehr, 10%-ige Senkung des Unfallrisikos) konnten nicht erreicht werden. Eine gewisse Verkehrsverlagerung geht zwar nachweislich von den drei Kernmassnahmen (Begegnungszone, Velostation und Velo-Hauslieferdienst) aus, ist aber im Vergleich zu den gesamten Verkehrsleistungen gering. Die Senkung des Unfallrisikos kann nicht abschliessend beurteilt werden. Die gemeldeten Unfallzahlen in der Stadt Burgdorf haben sich zwar deutlich reduziert (-30%), der Einfluss von FuVeMo ist jedoch nicht nachweisbar. Aus qualitativer Sicht hat sich die Situation zumindest im Bahnhofquartier dank FuVeMo spürbar verbessert, vor allem was die Schwere der Unfälle anbelangt („wenn, dann eher Bagatellunfälle“). Die Einhaltung des Geschwindigkeitsregimes ist aber nicht vollständig erreicht und ist weiterhin zu überwachen, möglicherweise sogar intensiver als bisher. 
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