Vor dem Hintergrund der dargestellten Verhaltensänderungen und weiterer Annahmen wurde in der Evaluation eine grobe Schätzung der verkehrlich-energetischen Wirkungen der FuVeMo vorgenommen.
Zwischen 1% und maximal 3% beträgt der insgesamt durch die FuVeMo erzielte "Umsteigeeffekt" vom motorisierten Individualverkehr auf andere Verkehrsmittel.
Wirkungen der Kernmassnahmen: Auf Erhebungen abgestützte Aussagen zu Umsteigeeffekten lassen sich nur für die Begegnungszone und den Hauslieferdienst machen. Es wird geschätzt, dass maximal 1% des gesamten innerstädtischen motorisierten Individualverkehrs durch diese zwei Massnahmen verlagert werden konnte; dem entsprechen rund 0.6 Mio. eingesparter Fahrzeugkilometer.
Summarische Wirkungen: Die Verlagerungswirkungen auf den gesamtstädtischen motorisierten Individualverkehr (d. h. nicht nur bei Fahrten ins Bahnhofquartier) schätzen die Experten auf 1% bis maximal 3%; dem entsprechen maximal rund 2.3 Mio. Fahrzeugkilometer oder 7 Terajoule eingesparter Energie. Daraus wird ersichtlich, dass es zwar Hinweise für einen zusätzlich zu den Kernmassnahmen existierenden Effekt gibt, diese sich aber nicht erhärten lassen.
Multiplikatorwirkung: Die Experten beurteilten die Wirkungen der FuVeMo deutlich stärker mit Blick auf die zahlreichen Nachahmungsprojekte in anderen Schweizer Städten. Diese Wirkungen können jedoch nicht quantifiziert werden. Die Gemeindebefragung auf Basis der Liste der Besucherdelegationen hat aber den positiven FuVeMo-Einfluss eindeutig bestätigt. Demzufolge haben 60% der antwortenden rund 30 Gemeinden ähnliche Projekte wie FuVeMo selber initiiert oder bereits umgesetzt. Mehrheitlich handelt es sich dabei um Begegnungszonen.