
Auf einem mächtigen Felsen thront das Burgdorfer Schloss. Um 1200 liess Herzog Berchtold V. von Zähringen die ältere Burg durch das heutige mächtige Schloss ersetzen. Burgdorf zählte damals zu den zentralen Stützpunkten und bevorzugten Residenzen dieses Adelsgeschlechtes aus dem Schwarzwald.
Heute ist das Schloss die grösste, vollständigste und am besten erhaltene zähringische Burganlage.
Der zähringische Neubau um 1200 umfasst den Bergfried, den Palas, die grosse Halle im Süden und Wehrmauerabschnitte zu Füssen des Bergfriedes. Zum ersten Mal seit der Antike wurde dabei in der Schweiz der Werkstoff Backstein ausgiebig und in perfekter Technik angewendet. 1218 kam das Schloss in kiburgischen Besitz. Die Grafen von Kiburg befestigten die Anlage ab Mitte des 13. Jahrhunderts auf der Nordseite durch eine Wehrmauer mit Flankentürmen, errichteten ein Gebäude im Schlosshof und ergänzten die grosse Halle.
Nach der Belagerung durch Berner und Eidgenossen 1382/84 kaufte die aufstrebende Stadt Bern das Schloss und die Stadt Burgdorf. Seither ist das Schloss bernischer Amtssitz, mit einem kurzen Unterbruch während der Jahre 1798 - 1804.
Im 16. Jahrhundert folgten verschiedene Umbauten der Burganlage, so wurde die grosse Halle in zwei Geschosse unterteilt, der Palas mit einer neuen Treppe erschlossen und anstelle eines älteren Torturms der heutige erstellt. Im 18. Jahrhundert wurden schliesslich Verwaltungs-, Magazin- und Wohnbauten entlang der nördlichen Wehrmauer errichtet.
Ende des 19. Jahrhunderts beabsichtigte der Kanton Bern, im Rittersaal Gefängniszellen einzubauen. Dagegen wehrten sich einige Bürger von Burgdorf und gründeten 1884 den Rittersaalverein, welcher 1886 zuerst im Rittersaal und später in weiteren Räumen des Schlosses ein historisches Museum einrichten konnte.
Der Rittersaal, ein wuchtiger romanischer Raum mit Balkendecke und Mörtelboden wurde 1971/73 vollständig restauriert und zeigt heute wieder die Backsteinstruktur wie in zähringischer Zeit. Neben dem Rittersaal liegt die Johanneskapelle mit Wandmalereien aus der Mitte des 14. Jahrhunderts. Sie zeigen Szenen aus dem Leben von Johannes dem Täufer sowie Teile aus der Passionsgeschichte.
Heute beherbergt das Schloss unter anderem das Schlossmuseum, das Helvetische Goldmuseum und das Museum für Völkerkunde. 
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Die Museen im Schloss Burgdorf
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