
 |  | 
 Das Quartier als Lebensraum (Bild: F. Brodmann)
|

Am Anfang des Projekts stand die Feststellung, dass heute die Vorschriften, Regelungen und Hinweise im Verkehr dominieren und viele Verkehrsteilnehmende überfordern. Dieser Umstand kommt in einem entsprechend unangepassten oder rechthaberischen Verhalten zum Ausdruck. Eine Reihe von Untersuchungen zeigt aber, dass eine deutliche Sprache des Strassenbildes zu einem selbstverständlichen Miteinander von Verkehr und BewohnerInnen führt.
Das Projekt „Lebensraum Quartier“ setzt Pilot-Versuche in Burgdorfer Quartieren um und testet die Wirksamkeit einer Strassengestaltung, die nicht auf Vorschriften, Verbote und Gebote hinweist, sondern auf emotionsbezogene Art die Verkehrsteilnehmenden daran erinnert, dass sie sich in einem Lebens- und nicht in einem Verkehrsraum bewegen. Die gestalterischen Elemente sowie die begleitenden Kommunikations- und Sensibilisierungsaktionen sollen von den QuartierbewohnerInnen unter fachlicher Begleitung entwickelt und umgesetzt werden (partizipativer Ansatz).
Die wichtigsten Eckpunkte des Projekts wurden von einem Team aus verschiedenen Fachleuten entwickelt:
1) Reduktion von Signalen und Markierungen auf das unabdingbare Minimum
2) Anordnen von Elementen im öffentlichen Raum und auf der Fläche, welche das gewünschte Verhalten am jeweiligen Ort deutlich anzeigen und im Normalfall „automatisch“ auslösen
3) Deutliche Erkennbarkeit der Quartierausdehnung, das heisst vor allem deutliche Torgestaltungen
4) Attraktive Begleitkampagne, Info-Aktion
5) Partizipation der BewohnerInnen 
| Weiterführende Informationen |

Quartierverein Meiefeld, "Lebensraum Quartier"
Bildergalerie "Lebensraum Quartier Meiefeld"
Quartierverein Burgdorf Nord
|