12 ergänzt Roman Bürki, Leiter Immobilien bei der PTV. Mit weniger als zehn Minuten Fussdistanz zum Bahnhof erfülle das Farbweg-Areal diese internen Vorgaben der nachhaltigen Immobilienentwicklung bei weitem. Das Prinzip von Gassen, Nischen und Plätzen «Die Zwischenräume werden zum zentralen Thema», so umschreibt das Projekt Team von GWJ Architektur das Leitmotiv der Überbauung. Die Gestaltung des Areals folgt den städtebaulichen Prinzipien von Gassen, Nischen und Plätzen und schafft so eine stimmige Verbindung von Unterer Altstadt und erweitertem Bahnhofquartier. Entlang des Farbwegs entsteht ein städtischer Begegnungs- und Aufenthaltsraum, der durch gewerbliche Nutzungen im Erdgeschoss zusätzlich belebt wird. Und entlang des Mühlibachs, der weiter offengelegt wird, erstreckt sich ein öffentlicher Park, der die innenstädtische Dichte auflockert und an sommerlichen Hitzetagen für Kühlung sorgt. So entsteht der Charakter eines neuen, vielfältigen Quartiers, das sich aber nicht hermetisch von seiner Umgebung abgrenzt, sondern die Stadtstruktur sorgfältig ergänzt. 120 Wohnungen und Gewerbeflächen in zwei Etappen Die Vielfalt der Wohntypologien und ihre unterschiedliche Materialisierung ermöglichen ein breites Spektrum an Wohnformen und richten sich damit an eine vielfältige Bewohnerschaft. In zwei Bauetappen entstehen Wohnungen für Familien, junge und ältere Paare sowie Kleinwohnungen für Studierende und Singles. Mit dieser Bandbreite an Platzbedürfnissen wird eine durchmischte und vielfältige Nachbarschaft angestrebt. Ein autofreier Stadtteil Mit der vollständigen Realisierung des Projekts wird ein komplett autofreier Stadtteil entstehen. Abgesehen von Zufahrten und Parkflächen in der unterirdischen Einstellhalle für Bewohnerinnen und Bewohner ist kein motorisierter Durchgangsverkehr vorgesehen. Auch die bisherigen öffentlichen Parkplätze bei der Butterzentrale werden ersatzlos entfallen. Im Vorfeld und während der Planung wurde dieser Verlust für das Bahnhofquartier kontrovers diskutiert, zumal die geplante Einstellhalle gemäss Überbauungsordnung auch für öffentliches Parking vorgesehen wäre. Dieses Vorhaben wurde vom Burgdorfer Stadtrat zurückgewiesen. Zwar erkannte er teilweise die Notwendigkeit öffentlicher Parkplätze im Quartier an, beurteilte die veranschlagten und von der Stadt verifizierten Kosten jedoch als zu hoch und nicht mit dem städtischen Budget vereinbar. Viel Aussenraum, Nischen und Plätze zum Verweilen Markantes Gebäude am Kreisel «Brachliegende Areale zur Entwicklung von nachhaltigen Neubauprojekten sind rar. Und deshalb freut es uns umso mehr, konnten wir vor ein paar Jahren in das Projekt einsteigen.» Roman Bürki, Leiter Immobilien PTV ©GWJ Architektur AG ©GWJ Architektur AG
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