27 Ausland etabliert. Dieses bietet für jeweils drei Monate ein grossräumiges Wohnatelier, eine offene Werkhalle als Atelier und einen Unterhaltsbeitrag von monatlich 2‘000 Franken. Wer hier arbeitet, bleibt gerne lange Die genossenschaftliche Organisationsform, die inspirierende Vielfalt der Sparten und nicht zuletzt die besondere Atmosphäre der verfügbaren Räume machen die Ateliers in der Fabrik zu einem begehrten Arbeitsort. Dies nicht nur für die Gastkünstlerinnen und -künstler, sondern auch für die Kunstschaffenden, die sich hier dauerhaft einrichten und sich ganz ihrer Arbeit widmen. Wer einmal hier arbeitet, bleibt in der Regel über viele Jahre hinweg. «Die Kontinuität, wie wir sie heute haben, bringt Vorteile aber auch Herausforderungen mit sich. Viele von uns kennen sich schon sehr lange. Umso wichtiger ist es, dass die Fabrik in Bewegung bleibt», sagt Sabina Lang, die zusammen mit Daniel Baumann schon seit über 30 Jahren zur Kulturfabrik gehört und deren Arbeiten in aller Welt anzutreffen sind. Man müsse darauf achten, dass ab und zu neue Künstlerinnen und Künstler Teil der Fabrik werden, hier arbeiten und frische Perspektiven und Anregungen einbringen. Die Frage der Atelierbelegung ist daher ein konstantes Thema. Wenn ein Atelier frei wird, was selten genug vorkommt, bewerben sich immer viele Kunstschaffenden darum. Die Genossenschaft wägt dann jeweils sehr sorgfältig ab, welche Personen, Sparten oder Ambitionen gut in die Fabrik passen und zugleich frischen Wind einbringen können. Und die nächsten 40 Jahre? Am Gebäude gibt es immer etwas zu tun. Das wird sich auch in den kommenden Jahren nicht ändern. Zudem wird die Kulturfabrik weiterhin auf einen ausgewogenen Mix von öffentlicher Präsenz durch Anlässe, offene Ateliers, Flohmärkte oder Ausstellungen setzen. «Wir wollen für die Bevölkerung von Burgdorf und Umgebung sichtbar sein. So wie es auch der ursprüngliche Gedanke bei der Gründung vor 40 Jahren war», sagt Ursula Jakob. Ein Zentrum für Kunstschaffen, ein Modell für selbstverwaltete Gemeinschaft und ein Ort der Begegnung für das seit jeher kulturverbundene Burgdorf und darüber hinaus. «Gemeinsam organisierte Anlässe wie das jährliche Fabrikfest prägen nicht nur unsere öffentliche Präsenz, sondern stärken auch den Zusammenhalt in der Fabrikgemeinschaft.» Ursula Jakob, Künstlerin, seit 1985 in der Fabrik Über 100 Gäste am Jubiläumsfest 2025 ESCAPE seit 2005, ein Werk von Christian Robert-Tissot Eines der zehn lichtdurchfluteten Ateliers ©Archiv Kulturfabrik ©Archiv Kulturfabrik ©Archiv Kulturfabrik
RkJQdWJsaXNoZXIy Mjc3MzQ=