Burgdorfer StadtMAGAZIN Nr. 03 - Herbst 2025

Editorial Liebe Burgdorferinnen und Burgdorfer, liebe Leserinnen und Leser aus der Region Burgdorf ist eine Marktstadt – und das seit Jahrhunderten. Früher war es ein besonderes Privileg, Marktort zu sein, und dieses Privileg hat die Entwicklung unserer Stadt massgeblich geprägt. Die Zeiten haben sich seither geändert. Einen florierenden Wochenmarkt zu betreiben, ist angesichts des heute gängigen Konsumverhaltens eine grosse Herausforderung. Dennoch wollen wir uns treu bleiben und die wertvolle Tradition eines regen Marktlebens neu beleben. Denn der Markt in den Gassen ist weit mehr als nur «Shopping». Er ist Ort der Begegnung, der Geselligkeit, des kleinen Schwatzes und letztendlich ein Ort der städtischen Gemeinschaft und Identität. Es freut mich, wenn auch Sie mit dabei sind. Der folgende Artikel beschreibt den Neuanfang des Donnerstagsmarkts. Mit der Überbauung des Farbweg-Areals, rund um die ehemalige Butterzentrale entsteht ein neuer Stadtraum, der ebenfalls zur Identität unserer Stadt beiträgt. Er verbindet die untere Altstadt mit dem Bahnhofgebiet und orientiert sich dabei an den altstädtischen Prinzipien von Gassen, Nischen und Plätzen. Auf den Park entlang des Mühlibachs freue ich mich schon heute, und ich bin überzeugt, dass man sich dort sehr wohlfühlen wird. Dass die Kulturfabrik jemals ihr 40-jähriges Bestehen feiern könnte, hätten meine Stapi-Vorgänger der 1980er- und 1990er-Jahre wohl kaum für möglich gehalten. Mit viel Idealismus und Engagement ist es den Kunstschaffenden der Fabrik gelungen, einen weitherum bekannten, selbstverwalteten und authentischen Kulturort zu etablieren. Das verdient grössten Respekt und ist Grund genug wiedermal vorbeizuschauen. Dass mein Herz auch für den Sport schlägt, ist kein Geheimnis. Die Burgdorfer Sportvereine mit ihren vielen ehrenamtlich engagierten Mitgliedern sind ein wichtiges Rückgrat des gesellschaftlichen Zusammenhalts über die Gemeindegrenzen hinaus. Sie und vor allem ihre Nachwuchsarbeit mit städtischen Mitteln zu unterstützen, ist deshalb keine Wohltätigkeit, sondern eine Investition in Gemeinschaft und Wir-Gefühl. Und das scheint mir wichtiger denn je. Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre und für die bevorstehende Festzeit viele herzliche Begegnungen und ein freundliches Miteinander. Man sieht sich! Herzlich, Stefan Berger Stadtpräsident

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