Burgdorfer StadtMAGAZIN Nr. 01 - Frühling 2026

24 Für die einst mondäne Villa Schnell im Hofgut, nahe beim Bahnhof Steinhof, soll eine neue zeitgemässe Nutzung entwickelt werden. Die Stadt Burgdorf steht deshalb in Verhandlungen mit dem Kanton Bern, dem Besitzer der historischen Liegenschaft und der dazugehörigen weitläufigen Parkanlage. Gleichzeitig werden verschiedene Konzepte und deren Finanzierung geprüft. Bereits 2022 diskutierte man im Burgdorfer Stadtrat über die Zukunft der Villa Schnell. Der Gemeinderat wurde schliesslich beauftragt, den Kauf der Villa zu prüfen. Unmittelbarer Anlass waren damals die weitreichenden Veränderungen, die das Steinhofareal erlebte: Der Bahnhof Steinhof wurde versetzt, die alten Gebäude abgerissen und an ihrer Stelle entstand die neue, demnächst bezugsbereite Überbauung. Damit verlor das Quartier sein gut etabliertes Quartierzentrum. Es entstand die Idee, die Villa für eine neue Nutzung zu erwerben und den Park als grüne Oase in dem nunmehr dichtbebauten Wohngebiet öffentlich zugänglich zu machen. Diese Öffnung wurde bereits vollzogen. Die Stadt mietet den denkmalgeschützten Park seit Juni 2025 und macht ihn im Rahmen eines zweijährigen Pilotprojekts der Öffentlichkeit zugänglich. Gleichzeitig sind die Verhandlungen mit dem Kanton über den Kauf des gesamten Areals mittlerweile so weit fortgeschritten, dass nun konkrete Konzepte und Ideen zur künftigen Nutzung entwickelt und geprüft werden können. Dafür wurde die Firma planval beauftragt, die sich auf die Begleitung innovativer und nachhaltiger Projekte in der Gemeindeentwicklung mit partizipativen Prozessen spezialisiert hat. Breit abgestütztes Nutzungskonzept Die von der Stadt formulierte Aufgabe lautet denn auch, in einem offen und kreativ gestalteten Prozess ein nachhaltig wirksames und erfolgversprechendes Nutzungs-, Betriebs- und Finanzierungskonzept für Villa Schnell Historischer Charme mit neu Villa und Park in einem Aquarell von Joseph Nieriker, 1867 © Rittersaalverein

RkJQdWJsaXNoZXIy Mjc3MzQ=