INHALT IMPRESSUM: Das Burgdorfer StadtMAGAZIN erscheint dreimal jährlich | Herausgeber: Stadt Burgdorf, Kirchbühl 19, Postfach 1570, 3401 Burgdorf, Telefon: 034 429 91 11, stadt@burgdorf.ch, burgdorf.ch | Konzept und Gestaltung: YOUHEY Communication AG, Burgdorf | Redaktionsteam: Stefan Ghioldi, Stefan Berger, Dagmar Kopše, Hans Rudolf Kummer, Rudolf Holzer, Urs Lüthi, Daniel Frei, Torfinn Rothenbühler, Peter Ruch (YOUHEY), Adrian Gebhard (YOUHEY) | Redaktionsleitung: Peter Ruch | Texte: Peter Ruch, Adrian Gebhard | Bilder: Adrian Gebhard, Peter Ruch, Benjamin Polli, zvg, Adobe Stock | Titelseite: zvg SONDERTEIL PRO BURGDORF: Text und Redaktion: Jonas Jakob, Markus Hofer | Bilder: Marco Meneghini (Marco Meneghini Fotografie) Druck: Haller+Jenzer AG, Burgdorf | Das StadtMAGAZIN wird klimaneutral auf 100%-Recycling-Papier gedruckt | Gesamtauflage: 24’800 Expl. Verteilgebiet: Burgdorf, Aefligen, Ersigen, Hasle bei Burgdorf, Heimiswil, Hindelbank, Kaltacker, Kirchberg, Lyssach, Oberburg, Rüdtligen-Alchenflüh, Rüegsauschachen, Rüti bei Lyssach, Utzenstorf, Wynigen. Bahnhof Nord Bahngeschichte prägt die Stadtentwicklung 4 Industrienacht 2026 Technik zum Anfassen, Berufe zum Erleben 8 Berufsbildung bei der Stadtverwaltung Vielfalt, Praxisnähe und Perspektiven 10 Pro Burgdorf Frühling in Burgdorf 14 Sport im öffentlichen Raum Bewegung braucht kein Fitnessabo 22 Villa Schnell Historischer Charme mit neuer Nutzung 24 Freiwilligenarbeit Engagement, das man nicht immer sieht 28 Veranstaltungen / Hinweise / Tipps 31
Editorial Liebe Burgdorferinnen und Burgdorfer, liebe Leserinnen und Leser aus der Region In dieser Ausgabe des Stadtmagazins verbinden sich Herkunft und Zukunft gleich mehrfach. Das Areal Bahnhof Nord steht beispielhaft für die frühe industrielle Entwicklung unserer Gegend in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Dem Engagement der Burgdorfer Bevölkerung und dem Pioniergeist einiger Fabrikanten ist es zu verdanken, dass unsere Stadt zum Nutzen des ganzen Emmentals zu einem überregional bedeutenden Bahnknoten wurde. Das heutige BLS Depot zeugt von dieser wichtigen Weichenstellung für die Burgdorfer Stadtentwicklung. Nun sollen eben dieses Depot und mit ihm das ganze industriell geprägte Areal neu belebt werden. Mit der Industrienacht feiern wir nicht die industrielle Vergangenheit, sondern die Zukunftskraft des Werkplatzes Burgdorf und Emmental. Sie zeigt hautnah die Vielseitigkeit und das Potenzial unserer industriellen Landschaft und ist alljährliche Plattform für Bildung, Innovation und Vernetzung. Auch dieses Jahr steht die unverkrampfte Begegnung junger Menschen mit technisch-industriellen Berufen im Zentrum. Auch im Beitrag über die Berufsbildung bei der Stadtverwaltung geht es um die Nachwuchsförderung. Der Artikel zeigt auf, in welchen Berufsfeldern und nach welchen bereichsübergreifenden Prinzipien bei uns ausgebildet wird. Besonders ans Herz legen möchte ich Ihnen den Artikel über die Freiwilligenarbeit auf den letzten Seiten dieses Heftes. Als Stapi macht es mich stolz zu sehen, wie viele engagierte Bürgerinnen und Bürger sich uneigennützig für das Wohl anderer und für unsere Gemeinschaft einsetzen. Der Beitrag beleuchtet exemplarisch die Arbeit einiger Institutionen und Vereine. Mein Dank und Respekt gilt nicht nur den hier vorgestellten Menschen, sondern ebenso all jenen unerwähnten, die mit Herzblut und Gemeinsinn viel Zeit und Kraft investieren. Sei es im sozialen und gesellschaftlichen Bereich oder zum Schutz unserer Umwelt. Ihre Einsatzbereitschaft für die Allgemeinheit ist heute wichtiger denn je. Nun wünsche ich Ihnen Ich einen sonnigen Frühling und freue mich auf viele Begegnungen draussen in unserer Stadt. Man sieht sich! Herzlich, Stefan Berger Stadtpräsident
4 Ohne ihren frühen Anschluss ans Eisenbahnnetz im 19. Jahrhundert wäre Burgdorf heute nicht die Stadt, die sie ist. Die rasant aufkommende Eisenbahn war Motor für die wirtschaftliche, insbesondere industrielle Entwicklung der ganzen Region. Noch heute zeugen die Areale rund um den Bahnhof von einer stolzen industriellen Tradition und von Burgdorfs Stellung als logistischer Knotenpunkt. Beinahe hätte man in den 1850er Jahren in Burgdorf den Zug verpasst. Mit der Verabschiedung des Eisenbahngesetzes 1852 setzte in der Schweiz ein veritabler Eisenbahnbauboom ein, damals vor allem noch angetrieben durch Industrielle und die Kantone. In der Folge entstanden in der ganzen Schweiz zahlreiche Privatbahngesellschaften, die sich gegenseitig zu übertreffen suchten. Eine der grossen Gesellschaften war die Schweizerische Centralbahn mit Sitz in Basel. Sie hatte sich zum Ziel gesetzt, den Zürcher Konkurrenten zuvorzukommen und rasch ein Eisenbahnnetz rund um den Knotenpunkt Olten zur Verbindung des Schweizer Mittellandes zu etablieren. So entstanden unter anderem die Hauptachsen Olten-Basel, OltenAarau, Olten-Luzern und natürlich auch Olten-Bern. Dieses Teilstück sollte, dies war der Wunsch unserer Region, über Burgdorf führen. Nach zähem Hin und Her und dank eines heutzutage fast unvorstellbaren finanziellen Efforts der Burgdorfer Bevölkerung rollten im Sommer 1857 die ersten Züge in Burgdorf ein. So blieb der Stadt das Schicksal vieler im Mittelalter noch blühender Marktorte erspart, die zum Ende des 19. Jahrhunderts plötzlich abseits der wichtigsten Bahnlinien in einen wirtschaftlichen Tiefschlaf fielen. Ganz anders hier: Die Region dachte weiter. Anschluss ist gut, Drehkreuz ist besser Käse, Bier, Holz, Leinen, Keramik und etwas später Maschinen waren die «Exportschlager» des Emmentals, die sich von handwerklichen zu industriellen Gütern entwickelten. Das Emmental wollte sich nicht «abhängen lassen», sondern ebenfalls mit der Eisenbahn erschlossen werden. Langnau wurde 1864 durch die Bernische Staatsbahn mit Bern und zehn Jahre später mit Luzern verbunden, doch eine Eisenbahn der Emme entlang gab es noch nicht. So entstand die Idee, das Emmental über Burgdorf hinaus auch mit den aufstrebenden Industriestandorten im Solothurnischen zu verbinden. Dies war die Geburtsstunde der Emmentalbahn. Treibende Kräfte waren auch hierbei einige gewichtige Fabrikanten der Region wie Alexander Bucher Bahnhof Nord Bahngeschichte prägt die St
5 und Andreas Schmid, seines Zeichens Mitinhaber der von Eriswil nach Burgdorf gezogenen Leinenweberei Schmid, der heutigen Schwob AG. Burgdorf-Solothurn, Burgdorf-Langnau, Burgdorf-Thun Als erste Etappe wurde 1875 die Bahnlinie Richtung Solothurn eröffnet. Sie florierte hauptsächlich dank den umfangreichen Gütergeschäften mit den Eisenwerken von Roll in Gerlafingen oder der Papierfabrik in Biberist, die zum Beispiel Emmentaler Holz benötigten. Etwas später folgte die Linie nach Langnau und schliesslich, unter dem Namen Burgdorf-Thun-Bahn (BTB) als erste elektrische Vollbahn Europas die Stretadtentwicklung cke nach Thun. Zusammengefasst wurde das ganze Netz schliesslich 1942 zur Emmental-Burgdorf-ThunBahn (EBT). Schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts hatte sich Burgdorf damit zu einem überregional bedeutenden Bahnknoten mit zwei Gleisfeldern (Emmentalbahn und Centralbahn, dazwischen der Bahnhofvorplatz) entwickelt. Und Bahnknoten benötigten schon damals zweckmässige Depotanlagen und Werkstätten für den Unterhalt der Lokomotiven und des Wagenmaterials. Diese Infrastruktur wurde in mehreren Etappen nördlich der Centralbahn-Geleise auf dem Areal neben der etwas früher erbauten Leinenweberei Schmid (heute Schwob) realisiert. Einzigartiges historisches Erbe Viele Bauten aus den Anfangszeiten des Burgdorfer Bahnknotens wurden zurückgebaut und sind heute längst neueren Entwicklungen des Areals gewichen. So wurde etwa der ehemalige Kopfbahnhof der Emmentalbahn und späteren EBT aufgehoben, nachdem die ursprünglich getrennten Gleisfelder zusammengeführt wurden. Dort, wo früher die Züge der Emmentaler Linien ein- und ausfuhren, befindet sich heute der Bushof. Einige historische Gebäude haben jedoch überdauert, insbesondere auf der Nordseite des Bahnhofs. So etwa der markante, dreiteilige Sichtbacksteinbau, die sogenannte «Gestellhalle», die um 1915 erbaut wurde und als Reparaturwerkstatt diente. Auch das etwa gleichzeitig realisierte und später erweiterte, zweischiffige Depot sowie die dazugehörige Verschiebebühne sind noch als Zeugen der Burgdorfer Depots, Werkstätten und die Leinenweberei ca. 1925 © BLS Stiftung Der «dekorative» Kopfbahnhof der BTB in Burgdorf um 1910 © Sammlung H. Fankhauser © ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv
6 Eisenbahngeschichte in weitgehend originalem Zustand erhalten geblieben. Sie bilden zusammen mit dem gesamten Schwob Areal inklusive Kanal und altem Kraftwerk ein Ensemble, das die enge Verflechtung von Eisenbahn- und Industriegeschichte eindrücklich widerspiegelt. Bahnhof Nord: ein städtebauliches Juwel Ob nun denkmalpflegerisch gewürdigt oder nicht, ist das Areal nördlich der Geleise ein für die Geschichte Burgdorfs geradezu symbolisches Gebiet. Dementsprechend wurde es von der Stadt auch in einem umfassenden Entwicklungskonzept unter dem Titel «Bahnhof Nord» beleuchtet. Dies jedoch nicht nur unter dem Aspekt des industriellen Erbes, sondern auch hinsichtlich der weiter wachsenden Bedeutung des gesamten Bahnhofgebiets als hoch frequentiertes Mobilitätszentrum. Während auf der Südseite des Bahnhofs eher ein Einkaufs- und Dienstleistungsschwerpunkt im Fokus steht, soll die Nordseite breite Nutzung und auch Raum für kulturelle und soziale Aktivitäten, Kleingewerbe und Gastronomie bieten. Es soll ein vielfältiger urbaner Begegnungs- und Erlebnisraum mit historisch geprägter Identität entstehen. BLS Depot wird zur Erlebniswelt Schon heute nutzt die BLS-Stiftung, die sich dem Erhalt, der Pflege und der Präsentation der historischen Bestände der BLS und ihrer Vorgängerbahnen verschrieben hat, das alte Depot in Burgdorf. Besucherinnen und Besucher können während eines geführten Rundgangs zahlreiche alte Triebfahrzeuge bis hin zum berühmten «blauen Pfeil» sowie eine Sammlung bahnhistorischer Trouvaillen bestaunen. Nun hat sich die BLS-Stiftung aber für die Nutzung des historischen Depots mehr vorgenommen. Ziel ist es, das mittlerweile sanierungsbedürftige Depot nicht einfach als Museum zu erhalten, sondern in einem viel offeneren Kontext als lebendigen Ort weiterzuentwickeln. Diese Absicht und auch das geplante Vorgehen passen perfekt in die von der Stadt Burgdorf skizzierten, langfristigen Entwicklungsziele für das Gebiet Bahnhof Nord. Der Mülibach durchquert das Gebiet Bahnhof Nord. Er soll dereinst die Aufenthaltsqualität des Gebiets mitprägen. «Wir wollen die Entwicklung des Areals Bahnhof Nord vorantreiben. Ein kulturell vielfältiger Ort mit einem attraktiven Museumsangebot, das auch die Industriegeschichte der Region beleuchtet, ist für uns an diesem Standort ideal.» Stefan Berger, Stadtpräsident Burgdorf © Keeas AG
7 Nicht nur für Eisenbahn-Fans Sehr vieles zur künftigen Nutzung des Depots ist noch offen. Doch manches ist schon heute klar: Das Angebot in und um die Hallen wird sich nicht ausschliesslich an die grosse «Community» der Eisenbahn-Enthusiasten richten. Ebenfalls gesetzt ist, dass die besondere Werkstatt-Atmosphäre und das historische Ambiente bewahrt werden sollen. Sie sollen den besonderen Rahmen für vielfältige kulturelle und soziale Aktivitäten bieten. Um genau dies zu erreichen, hat sich die BLS-Stiftung für ein schrittweises, offenes und flexibles Vorgehen bei der Entwicklung des Depots entschieden, das viele Ideen und unterschiedliche Vorstellungen einbezieht. Erlebniswelt auf zwei Schienen: Ausstellung und Begegnungsort Das bereits erarbeitete Grundkonzept sieht vor, dass ein dauerhafter Ausstellungsbereich das historische Erbe der BLS und damit auch der Bahngeschichte unserer Region vermittelt und erlebbar macht. Gleichzeitig soll das Depot und seine Umgebung aber auch ein flexibles Raum-Angebot enthalten und zur Verfügung stellen. In diesem Rahmen sollen Potenziale aus Kunst und Kultur, Events und Gastronomie entwickelt und in Testphasen geprüft werden. Dieser sogenannte Pop-Up-Betrieb, und mit ihm die Öffnung des Depots, soll bereits im Frühling 2027 starten und etwa ein Jahr dauern. In diesem Zeitraum werden die zuvor entwickelten und ausgewählten Angebote getestet und dem breiten Publikum zugänglich gemacht. Zur Erarbeitung von Ideen und Visionen werden bereits ab 2026 mehrere breit abgestützte Arbeitsgruppen und Gremien ihre Arbeit aufnehmen. So werden lokalen Akteure von Beginn weg eingeladen auf einer quasi «freien Spielwiese» mit- zugestalten und Ideen zu entwickeln. Der eigentliche Betrieb mit einem aus den Testphasen konsolidierten Angebot wird voraussichtlich 2029 aufgenommen. «Das Depot soll ein Ort für alle sein – zum Mitmachen, zum Austauschen und zum Inspirierenlassen. Gemeinsam entwickeln wir daraus eine lebendige Erlebniswelt.» Violetta Vitacca, Projektleiterin Erlebniswelt Depot Burgdorf Eines von 22 historischen Fahrzeugen im BLS Depot © Jürg Bolliger, BLS Stiftung Das BLS Depot mit seiner langgezogenen Fassade © Toni Häfliger Quellen • Lokdepot BLS, Eisenbahnhistorische Einschätzung, Toni Häfliger, 2023 • Aus der Eisenbahngeschichte unserer Stadt, Hans Stauffer im Burgdorfer Jahrbuch 2021 • Wie die Eisenbahn nach Burgdorf kam, Max Widmann im Burgdorfer Jahrbuch 1936 • 150 Jahre Emmentalbahn, Olivier Bayard, BLS, 2025 Projekt unterstützen: Les Amis du Depot «Les Amis du Depot» engagieren sich für die Zukunft des Depots Burgdorf und setzen sich dafür ein, dass die Sammlung zugänglich wird und ein attraktives Erlebnis für Gross und Klein entsteht. Ab CHF 100.–/Jahr unterstützten Sie die Erlebniswelt Depot Burgdorf. Alle Infos: www.bls.ch/historic/les-amis-du-depot Junge Ideen einbringen: Zukunftsgruppe Was braucht es im Depot Burgdorf? Sind die geplanten Angebote zukunftstauglich? Die Zukunftsgruppe beantwortet diese Fragen aus Sicht der jungen Generation. Sind Sie U30 und möchten sich engagieren? Interessierte melden sich bitte direkt bei der Projektleiterin: violetta.vitacca@bls-stifttung.ch
8 Die längst zur festen Grösse gewordene Industrienacht rückt ins Rampenlicht, was sonst hinter Werkstoren geschieht: den technischen Puls Burgdorfs. Schulklassen begegnen hier Swiss-Skills-Talenten, Hightech trifft auf präzises Handwerk und Neugier führt direkt in spannende Betriebswelten. Wenn in der Burgdorfer Markthalle am Freitag, 24. April 2026, ab 10.00 Uhr geschäftiges Treiben einsetzt und abends Busse im Viertelstundentakt zu Industriebetrieben ausschwärmen, dann ist wieder Industrienacht. Der Anlass, der Technik, Industrie, Logistik und Ausbildung ins Zentrum rückt, hat sich längst zu einem Schaufenster des industriell geprägten Wirtschaftsraums Burgdorf und benachbarter Gemeinden entwickelt. Was hier geboten wird, ist weit mehr als eine Ausstellung: Es ist ein Erlebnisraum, in dem Besucherinnen und Besucher Berufe, Betriebe und Zukunftstechnologien unmittelbar und niederschwellig kennenlernen können. Ein Tag für die Zukunft Besonders im Fokus steht in diesem Jahr erneut der Industrietag für Schulklassen. Zwischen 10 und 16 Uhr tauchen Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klassen aus der Region in die Welt der industriell-technischen Berufe ein – ein wichtiger Baustein, denn viele Unternehmen sind auf Nachwuchs angewiesen. 15 renommierte Firmen präsentieren sich und zeigen, wie vielfältig die Berufsbilder in ihren Branchen heute sind: von der Anlagen- und Maschinenbauwelt über Elektronik und Metallverarbeitung bis hin zu Logistik, Automation, Digitalisierung und Robotik. Die Jugendlichen erhalten Einblick in Arbeitsplätze, Produktionsprozesse und Ausbildungswege. Und nicht selten entstehen hier die ersten Kontakte für eine spätere Lehrstelle. Der Anlass in der Burgdorfer Markthalle ist Erlebnis- und Lehrstellenmesse zugleich. Unternehmen und Bildungsinstitutionen präsentieren ihre Angebote direkt vor Ort. Lernende erzählen aus ihrem Alltag, zeigen Werkstücke, Geräte und Technologien und stehen für Fragen zur Verfügung. Ein wichtiger Punkt dabei: Die Schülerinnen und Schüler erleben die Berufe nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch. «Viele Betriebe finden ihren Nachwuchs heute nicht mehr über Lehrstelleninserate, sondern über persönliche Begegnungen», betont Torfinn Rothenbühler, Leiter Stadtmarketing in Burgdorf. «Deshalb legen wir grossen Wert darauf, dass Schülerinnen und Schüler hier mit Lernenden sprechen, Maschinen berühren, Fragen stellen und die Arbeitsatmosphäre spüren können.» Industrienacht 2026 Technik zum Anfassen, Beru
9 Quiz und Talkrunden Premiere feiert in diesem Jahr das Industrienacht-Quiz, ein spielerischer Rundgang durch die Stände und Stationen der Berufserlebniswelt. Jede beantwortete Frage vermittelt ein Stück Wissen über Tätigkeiten, Materialien, Arbeitsabläufe oder technische Innovationen. Neben dem Lerneffekt winkt ein attraktiver Preis für die ganze Klasse – Motivation garantiert. Ein weiteres Highlight in der Markthalle sind die Talkrunden mit jungen Berufstalenten, die an den Swiss- oder sogar WorldSkills teilnehmen. Um 10.30, 11.30 und 14.00 Uhr berichten sie live auf der Bühne, wie sie sich auf internationale Wettbewerbe vorbereiten, was sie antreibt und wie ihr Berufsalltag im Industriebetrieb aussieht. Der direkte Austausch zeigt: Technische Berufe sind ebenso anspruchsvoll wie kreativ – und bieten reale Zukunftschancen. Abends auf Tour zu den Unternehmen Ab 17 Uhr beginnt das, was viele an der Veranstaltung besonders schätzen: die Firmentouren. Die Busse starten im 15-Minuten-Takt bei der Markthalle, wo alle Touren beginnen und enden. Wer lieber flexibel unterwegs ist, kann die Routen natürlich auch zu Fuss oder mit dem Velo absolvieren. Die beteiligten Unternehmen gewähren einen Blick hinter Türen, die normalerweise verschlossen bleiben. Produktionshallen, Forschungslabors, Prüfstände, Logistikzentren – überall wird gezeigt, wie moderne Industrie funktioniert, welchen Beitrag Burgdorfer Firmen zur Schweizer Wirtschaft leisten und welche Innovationen hier entstehen. Technikbegeisterte finden spannende Einblicke, Familien entdecken neue Perspektiven, und viele Jugendliche erfahren, wie vielfältig und praxisnah eine technische Ausbildung sein kann. Die Markthalle als Begegnungsort Die Markthalle bleibt auch abends der zentrale Treffpunkt. Hier werden Gespräche geführt, Kontakte geknüpft, Fragen gestellt. Und natürlich sorgt ein Angebot an Snacks, Getränken und warmen Speisen für die nötige Energie. Für Schulklassen stehen tagsüber Tische bereit, um Pausen zu machen oder Znüni zu essen. Die Anreise zu den Firmenstandorten erfolgt individuell, zu Fuss, per Velo, Bus oder Zug – gut erreichbar sind sie alle. Die Industrienacht zeigt jedes Jahr deutlich, welches Potenzial in Burgdorf und dem Emmental steckt. Sie ist eine Plattform für Bildung, Innovation, Begegnung und ein Ort, an dem Zukunft greifbar wird. Wer Technik liebt, berufliche Möglichkeiten entdecken möchte oder einfach neugierig ist, wie vielseitig und modern die industrielle Landschaft vor der eigenen Haustür aussieht, ist hier genau richtig. Der Eintritt ist frei. Und der Nutzen – besonders für junge Menschen, die Orientierung suchen – unbezahlbar. «Die Industrienacht ist ein Fest der Möglichkeiten und zeigt, wie vielfältig und modern die industrielle Landschaft bei uns ist.» Helen Spycher, Projektleiterin Industrienacht ufe zum Erleben Im 15-Minuten-Takt bringen Busse die Besucherinnen und Besucher zu den teilnehmenden Betrieben der Industrienacht, während in der Markthalle zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Berufserlebniswelt entdecken industrienacht-burgdorf.ch
10 Eine Lehre bei der Stadtverwaltung ist vielseitig, praxisnah und modern. Ob klassisches KV, handfeste Werkdienstarbeit oder neuer Digitalberuf mit Zukunft: Burgdorf bietet Lernenden ein Umfeld, in dem Leistung, Persönlichkeit und individuelle Wege Platz haben. Junge Menschen erzählen, wie sie ihren eigenen Weg gehen. Eine Stadtverwaltung wird oft auf ihre sichtbaren Funktionen reduziert: Schalterdienst, Bewilligungen, Steuerrechnungen, Baugesuche. Weniger präsent ist, dass sie auch ein Ausbildungsbetrieb ist. Mit klaren Konzepten, Qualitätsstandards und einer strategischen Rolle in der regionalen Nachwuchsförderung. Die Stadtverwaltung Burgdorf bildet aktuell 17 Lernende in unterschiedlichen Berufsfeldern aus. Sie versteht Berufsbildung nicht als Nebenaufgabe, sondern als festen Bestandteil ihrer institutionellen Verantwortung. Verantwortlich für die Berufsbildung ist Sibylle Zwahlen, Vize-Stadtschreiberin und Lehrlingsbeauftragte. Ihre Funktion ist zentral angesiedelt, denn sie trägt die Gesamtverantwortung für die Ausbildung aller Lernenden in der Stadtverwaltung. Dazu gehören Rekrutierung und Selektion, die Koordination der Ausbildungsplanung, die Sicherung einheitlicher Ausbildungsziele, Standort- und Qualifikationsgespräche sowie die Begleitung der Lernenden bis zu den Abschlussprüfungen. Gleichzeitig ist sie Ansprechperson für Berufsbildnerinnen und Berufsbildner, für Erziehungsberechtigte, für die Berufsschulen und für kantonale Stellen. Lernen im Gesamtkontext «Wir bauen in der Praxis konsequent auf Handlungskompetenzen auf», sagt Sibylle Zwahlen. Dieser Satz beschreibt den Kern der Ausbildungsphilosophie. Es geht nicht darum, isolierte Tätigkeiten einzuüben, sondern Kompetenzen zu entwickeln, die in unterschiedlichen Situationen angewendet werden können. Lernende sollen verstehen, in welchem Gesamtkontext ihre Arbeit steht. Sie sollen erkennen, wie administraBerufsbildung bei der Stadtverwaltung Vielfalt, Praxisnähe und Pers Romina Maurer macht ihre Ausbildung bei der Stadtverwaltung zur Kauffrau EFZ im Sportprofil
11 tive, technische und soziale Prozesse ineinandergreifen. Dieses Verständnis ist gerade in einer öffentlichen Verwaltung entscheidend, weil hier rechtliche Vorgaben, politische Entscheide und konkrete Dienstleistungen eng miteinander verknüpft sind. Die kaufmännische Grundbildung bildet weiterhin das Rückgrat der Ausbildung. Pro Jahr werden drei KVLehrstellen angeboten. Die Ausbildung dauert drei Jahre und orientiert sich an der neuen KV-Reform. Charakteristisch ist das Rotationsprinzip: Die Lernenden wechseln jedes Jahr die Direktion und durchlaufen während ihrer Lehrzeit drei unterschiedliche Verwaltungsbereiche. Dadurch erhalten sie Einblick in verschiedene Aufgabenfelder wie Präsidial- oder Finanzdirektion, Sozial- oder Einwohner- und Sicherheitsdirektion, Bau- oder Bildungsdirektion. Diese Struktur ist bewusst gewählt. Administration, Rechnungswesen und Schalterdienst sollen ausgewogen vermittelt werden. Gleichzeitig werden die Lernenden mit unterschiedlichen Anspruchsgruppen konfrontiert: Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Unternehmen, politische Gremien. spektiven Das Rotationssystem verfolgt ein klares Ziel: Zusammenhänge sichtbar machen. Wer beispielsweise in der Baudirektion Rechnungen für Entsorgungsleistungen bearbeitet, soll verstehen, wie diese Leistungen im Werkdienst konkret erbracht werden. Wer im Sozialbereich administrative Aufgaben übernimmt, soll Einblick erhalten, welche gesellschaftlichen Fragestellungen dahinterstehen. «Die Vernetzung bei der Ausbildung ist wichtig», sagt Sibylle Zwahlen. «Die Lernenden sollen nicht nur ihren Arbeitsplatz kennen, sondern die Stadtverwaltung als Ganzes.» Diese Perspektive fördert das vernetzte Denken und schafft Verständnis für die Komplexität öffentlicher Aufgaben. Berufsbildung und Sport vereint Eine besondere Form der KV-Ausbildung ist das Sportprofil. Romina Maurer absolviert ihre Lehre unter diesen Rahmenbedingungen. Parallel zur Ausbildung verfolgt sie ambitionierte sportliche Ziele im Radsport. Sechs Trainingstage pro Woche, Wettkämpfe im In- und Ausland sowie langfristige sportliche Planung prägen ihren Alltag. Damit die Doppelbelastung tragbar bleibt, arbeitet sie mit reduziertem Pensum im Betrieb. Schul- und Trainingszeiten werden koordiniert, Abwesenheiten geplant. Gleichzeitig gelten dieselben fachlichen Anforderungen wie für alle anderen Lernenden. «Die Stadt Burgdorf ermöglicht es mir, meine Ziele im Sport und im Beruf zu verbinden», sagt sie. Für die Verwaltung bedeutet das Flexibilität, für die Lernende Disziplin und Eigenverantwortung. Das Sportprofil «Unsere Lernenden sollen Zusammenhänge verstehen. Berufsbildung heisst für uns, Verantwortung zu übertragen und Vertrauen zu schenken.» Sibylle Zwahlen, Vize-Stadtschreiberin Diesen Sommer schliesst Florian Vordtriede seine Ausbildung als Fachmann Betriebsunterhalt ab
12 zeigt exemplarisch, dass Berufsbildung in Burgdorf individuelle Lebensentwürfe berücksichtigt, ohne Abstriche bei der Qualität zu machen. Vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten Neben dem kaufmännischen Bereich bildet die Stadt Burgdorf Fachleute Betriebsunterhalt aus, sowohl im Werk- als auch im Hausdienst. Diese dreijährigen Ausbildungen sind stark praxisorientiert und decken ein breites Tätigkeitsfeld ab. Im Werkdienst stehen Strassenunterhalt, Grünpflege, Entsorgung sowie Wartungsarbeiten an Maschinen und Geräten im Zentrum. Florian Vordtriede befindet sich im dritten Lehrjahr. Seine Ausbildung ist in unterschiedliche Einsatzphasen gegliedert: Werkdienst, Stadtgärtnerei, erneut Werkdienst. Dadurch erhält er sowohl Einblick in infrastrukturelle Aufgaben als auch in die Pflege von Grünanlagen. «Der Beruf ist vielseitig und praktisch. Man arbeitet draussen und sieht am Ende des Tages, was man geleistet hat», sagt er. Die Ausbildung vermittelt nicht nur handwerkliche Fertigkeiten, sondern auch Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit öffentlichem Raum und Infrastruktur. Im Hausdienst liegt der Schwerpunkt auf Gebäudeunterhalt und technischen Anlagen. Finn Stöckli steht im ersten Lehrjahr dieser Ausbildung. Seine Einsätze führen ihn in Schulhäuser, Verwaltungsgebäude und weitere städtische Einrichtungen. Er überwacht Heizungs-, Klima- und Lüftungsanlagen, führt Reparaturen im Sanitärbereich durch und unterstützt bei Unterhaltsarbeiten. Vor seiner Lehrstellenwahl hat er verschiedene Berufsfelder geprüft. «Ich habe vieles angeschaut, bevor ich mich entschieden habe», sagt er. Die Vielseitigkeit des Hausdienstes überzeugte ihn. Der Beruf vermittelt breite technische Grundlagen, die auch für spätere Spezialisierungen oder Weiterbildungen relevant sind. Die Ausbildung verlangt Selbstständigkeit, Sorgfalt und technisches Verständnis – Kompetenzen, die über den unmittelbaren Arbeitsalltag hinaus Bedeutung haben. Ein weiteres Berufsfeld ist die Ausbildung als Fachmann Betreuung beziehungsweise Fachfrau Betreuung, Fachrichtung Kinderbetreuung. Anders als im KV-Bereich wechseln die Lernenden hier nicht jährlich die Abteilung. Sie bleiben während der gesamten Lehrzeit an einem Tagesschulstandort. Kontinuität ist entscheidend, weil stabile Beziehungen zu Kindern aufgebaut werden müssen. Joël Geissbühler schliesst seine Lehre im kommenden Sommer ab. Er kam über die Berufsberatung zum Beruf. Seine soziale Kompetenz und Empathie wurden früh erkannt und ein Schnuppereinsatz bestätigte das Interesse. In den Burgdorfer Tagesschulen werden Kinder zwischen vier und 15 Jahren betreut. Neben Freizeitgestaltung und Hausaufgabenbegleitung geht es um Integration, Konfliktlösung und die Förderung sozialer Fähigkeiten. «Die Arbeit mit Kindern ist sehr wertvoll», sagt Joël. «Sie ist sinnstiftend.» Die Ausbildung vermittelt pädagogische Grundlagen, organisatorische Fähigkeiten und Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit jungen Menschen. Für Joël ist nach der Lehre die Berufsmaturität geplant. Perspektivisch kann er sich einen weiterführenden pädagogischen Beruf vorstellen. Mit der Ausbildung Entwickler/in digitales Business EFZ reagiert die Stadtverwaltung auf die zunehmende Digitalisierung. Diese vierjährige Lehre kombiniert eine Basisausbildung im Berufsbildungscenter in Bern mit der praktischen Tätigkeit im Digital Office der Stadt. Die Lernenden analysieren Geschäftsprozesse, bereiten Daten auf, visualisieren Abläufe und arbeiten an der Optimierung digitaler Schnittstellen. «In der Kinderbetreuung begleite ich junge Menschen ein Stück ihres Weges. Das ist anspruchsvoll, aber unglaublich sinnstiftend.» Joël Geissbühler, Lernender FaBe Kinder Joël Geissbühler schliesst im Sommer seine Lehre als Fachmann Betreuung EFZ ab
13 Ziel ist es, Brücken zu schlagen zwischen IT und Fachabteilungen. «Digitale Lösungen müssen verständlich und praxistauglich sein», sagt Sibylle Zwahlen. Der Beruf richtet sich an Jugendliche mit Interesse an Technik und betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen. Er wird nicht jährlich angeboten, sondern in grösseren Abständen, um eine qualitativ hochwertige Betreuung sicherzustellen. Lehrlingslager stärkt den Zusammenhalt Berufsbildung in Burgdorf umfasst neben der fachlichen Ausbildung auch verbindende Elemente. Zu Beginn jedes Lehrjahres findet ein gemeinsames Lehrlingsessen statt. Neue Lernende lernen ihre Kolleginnen und Kollegen kennen, Kontakte entstehen frühzeitig. Einmal pro Jahr organisiert die Stadt auch ein Lehrlingslager im Eriz. Während einer Woche erhalten die Lernenden Einblick in verschiedene Direktionen und diskutieren mit Mitarbeitenden über deren Aufgabenbereiche. Diese Woche dient nicht nur der Information, sondern auch der Teambildung. «Das stärkt den Zusammenhalt», sagt Sibylle Zwahlen. Vernetzung wird bewusst gefördert, weil sie das Verständnis für die Gesamtorganisation vertieft. Die Rolle der Berufsbildnerinnen und Berufsbildner ist dabei zentral. Sie sind in den einzelnen Direktionen für die fachliche Ausbildung verantwortlich. Sie definieren Ausbildungsziele, begleiten Praxisaufträge, beurteilen Handlungskompetenzen und führen regelmässig Gespräche mit den Lernenden. Die Zusammenarbeit zwischen Lehrlingsbeauftragter und Berufsbildnern stellt sicher, dass Ausbildungsstandards eingehalten und individuelle Entwicklungen begleitet werden. Denn Berufsbildung ist kein isoliertes Projekt einzelner Abteilungen, sondern eine organisationsweite Aufgabe. Auch Rahmenbedingungen wie Ferienregelungen, überbetriebliche Kurse oder Prüfungsmodalitäten sind klar geregelt. Lernende haben Rechte, etwa auf eine fachgerechte Ausbildung und Lohn während der Schulzeiten. Gleichzeitig bestehen Pflichten: Besuch der Berufsschule, Führen einer Lerndokumentation, Einhalten von Arbeitszeiten und Datenschutzbestimmungen. Berufsbildung als nachhaltige Investition Zusätzlich unterstützt die Stadt ihre Lernenden finanziell. Beiträge an den öffentlichen Verkehr, Übernahme von Lehrmitteln und Prüfungsgebühren sowie Prämien für gute Abschlussnoten sind Ausdruck dieser Haltung. Nach Lehrende besteht kein automatischer Anspruch auf Weiterbeschäftigung, doch individuelle Lösungen werden geprüft, insbesondere im Zusammenhang mit einer anschliessenden Berufsmaturität. So versteht die Stadtverwaltung Berufsbildung nicht als kurzfristige Nachwuchssicherung, sondern als nachhaltige Investition. Wer hier eine Lehre absolviert, erhält nicht nur einen Berufsabschluss, sondern Einblick in das Funktionieren einer öffentlichen Institution – und damit eine solide Grundlage für den weiteren beruflichen Weg. Schätzt die Vielseitigkeit: Finn Stöckli, Lernender Fachmann Betriebsunterhalt EFZ im Hausdienst Vernetzt über alle Bereiche hinweg: Die Lernenden der Stadtverwaltung Burgdorf lernen nicht nur ihren Beruf, sondern auch die Arbeit der anderen kennen und profitieren so voneinander
Die Seiten von 14 Bäckerei Felber AG Bäckerei-Konditorei-Bistro Felber kombiniert am Standort mit der Tankstelle an der Lyssachstrasse 141 in Burgdorf viel Bequemlichkeit mit Genuss. Das verführerische Sortiment lädt stets zu einem Stopp ein – egal, ob man sich auf der Durchfahrt befindet oder nur rasch den Tank füllen will. Wer es eilig hat, kann sich mit frisch zubereiteten Sandwiches, zahlreichen Take-away-Produkten sowie erfrischenden Getränken eindecken. All diejenigen, die sich Zeit für eine Pause nehmen, lassen sich am besten vor Ort mit köstlichen Kaffeespezialitäten, ofenfrischen Backwaren oder süssen Patisserie-Kreationen verwöhnen, die allesamt erlesene Gaumenfreuden verheissen. Und wer weiss, vielleicht verweilt man dann doch noch etwas länger im Café und geniesst das gemütliche Ambiente... Selbstverständlich hält die Bäckerei Felber Angebote für alle Tageszeiten bereit – sei es zum Frühstück, Znüni, Mittagessen, Zvieri oder Znacht. Grossen Wert legt das Team auf saisonale Produkte. Die preisgekrönten Butterzöpfe und das aromatische KartoffelBaumnussbrot erfreuen sich bei der Kundschaft besonders grosser Beliebtheit. In diesem Jahr feiert die Filiale in Burgdorf, die sieben Tage in der Woche geöffnet hat, ihr zehnjähriges Bestehen. «Wir sind glücklich, in der Zähringerstadt präsent zu sein, und danken unserer Kundschaft ganz herzlich für die Treue», betont Sandra Lüthi-Riechsteiner, Geschäftsführerin der Felber AG. felberbeck.ch Handgemachte Oster-Unikate Wir hauchen feinster Couverture mit viel Liebe und Handarbeit Leben ein. Jeder Osterhase wird einzeln ausgepinselt, dekoriert und liebevoll verpackt. Preise individuell Felber AG Lyssachstrasse 141, felberbeck.ch GRAU Salt LED Tischleuchte Bei uns im Showroom ausgestellt! Sehr lange Akkulaufzeit, mit touch Dimmer, in diversen Farben erhältlich. Ab CHF 325.00 Jäggi AG Burgdorf Lyssachstrasse 13, jaeggi-burgdorf.ch
15 Die Seiten von Burgdorfer Kaffee für den Genuss zuhause In der hauseigenen Rösterei «B5 to go» rösten wir den Burgdorfer Kaffee wöchentlich und bieten verschiedene Mischungen an. Preise individuell Burgdorfer Espressokapseln Der Burgdorfer Kaffee, ideal zum selber trinken oder zum Verschenken. In diversen Verpackungen erhältlich, als ganze Bohnen, gemahlen und koffeinfrei. CHF 4.50 pro Schachtel à 10 Stk. ab 100 Stk. CHF 4.00 Hotel Berchtold & B5 Bahnofstrasse 90, hotel-berchtold.ch Babor Ampullen-Osterei Mit seinem luxuriösen, vom Frühling inspirierten Design ist das Babor Osterei, mit 14 perfekt abgestimmten Ampullen ein Frischekick für jede Haut. CHF 69.00 mit 10% Rabattvorteil CHF 62.10 Schoenzeit GmbH – BABOR Beauty SPA Lyssachstrasse 9, schoenzeit.ch Jacke DUNO / Leinen beschichtet CHF 449.00 T-Shirt Stefan Brandt / 100 % Leinen CHF 159.00 Hose Mason`s / Baumwolle – Leinen CHF 199.00 Schuhe Fabiano Ricci / Velousleder CHF 349.00 Vestita AG Bahnhofstrasse 26, vestita.ch Schwengelpumpen Aus massivem Grauguss; voll funktionsfähig, Euro-Fabrikation, diverse Modelle; auch für Druckwasseranschluss und passendes Anschlussmaterial. Ab CHF 560.00 E. Seiler AG Hohengasse 31, seilerburgdorf.ch
Die Seiten von 16 Restaurant «Zur Gedult» Das Restaurant «Zur Gedult» an der Metzgergasse 12 in der Burgdorfer Altstadt zeichnet sich durch seine exquisite Küche aus, die den Gästen ein einzigartiges kulinarisches Erlebnis bietet. «Zur Gedult» geniesst in der gehobenen Gastronomie-Szene weit über den Kanton Bern hinaus einen hervorragenden Ruf und ist praktisch in der ganzen Schweiz bekannt. Für das leibliche Wohl der Gäste sorgt vor allem der Chef de Cuisine Lukas Kiener, ausgezeichnet mit einem Michelin-Stern und aktuell 17 Gault-Millau-Punkten. Er bereitet, mit Unterstützung des Küchenhelfers Sivakumar Rasadurai, von Dienstag bis Samstag jeden Abend ein Gourmet-Menü zu, bestehend aus sechs Gängen in den Varianten Fleisch/Fisch und Vegetarisch – raffiniert komponiert und perfekt präsentiert. Im Rhythmus von rund fünf Wochen wird jeweils ein neues Menü zusammengestellt. Komplettiert wird das «Zur Gedult»-Team von Nadine Studer, Chef de Service, und Barbara Schütz, die als charmante Gastgeberin, Geschäftsführerin und Präsidentin der Betreiber-Genossenschaft amtiert. «Unser Restaurant kombiniert Genuss mit einer unkomplizierten und gemütlich-behaglichen Atmosphäre. Die saisonale und regionale Küche besticht durch Leichtigkeit, Innovation, und dem Spiel mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen und Konsistenzen. Wer einen besonderen Abend bei einem hervorragenden Essen verbringen möchte, ist bei uns an der richtigen Adresse», hält Barbara Schütz fest. gedult.ch Stil trifft Hightech: RAY-BAN META Smarte Brille mit 12-MP-Kamera, Open-Ear-Audio, Mikrofonen und integrierter Meta AI für Fotos, Videos, Musik und Anrufe per Sprachbefehl. Ab CHF 429.00 Greisler AG, Brillen & Contactlinsen Schmiedengasse 3, greisler-ag.ch Burgdorf Socken 2.0 Ein Blick auf die Skyline, ein vertrauter Farbton – und schon ist man wieder daheim. Die Burgdorf Socken 2.0 schenken dieses Gefühl bei jedem Schritt. CHF 19.90 Sirenta AG – Die heissi Bohne Hohengasse 23, dieheissibohne.ch
17 Die Seiten von Bildtransfer & Mixed Media - Wochenendworkshop 28. & 29. März Du lernst vielseitige Bildtransfer-Techniken kennen, um Fotos, Zeitschriftenbilder und Zeichnungen auf unterschiedliche Materialien zu übertragen. CHF 250.00 inkl. Material Atelier farbwiese Hohengasse 17, farbwiese.ch Pro Burgdorf Card Die Geschenkkarte für Burgdorf – einlösbar in über 80 Läden, Gastrobetrieben und Dienstleistern. Passt als Geschenk auch in jedes Osternest. Ab CHF 20.00 Pro Burgdorf Kornhausgasse 8 Hier bestellen: proburgdorf.ch Bärn Box Äuä... mit einem einfachen Knopfdruck können Sie einen der 16 lustigen berndeutschen Sprüchen erklingen lassen. Geile Siech! Online: sound-box.ch CHF 19.00 Bluebox GmbH Technikumstrasse 2, bluebox.ch Sensolar Zero Bite Mücken- & Zeckenschutz Spray 100 ml Tag und Nacht wirksamer Schutz, wasserfest, ohne neurotoxische Nebenwirkungen, auch für Kinder ab zwei Jahren und für Tiere geeignet. CHF 18.90 Einen zuverlässigen Schutz bietet die ZeckenImpfung (FSME). Wir beraten Sie gerne. Bahnhof Apotheke Zbinden AG Bahnhofstrasse 13, achillea.ch
Die Seiten von 18 «Die Wegbegleiterin» – Praxis für Therapie und Beratung Die Praxis «Die Wegbegleiterin» von Barbara Morawec Repp an der Hohengasse 6 ist die richtige Anlaufstelle für alle Personen, die sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden. Wer sich weiterentwickeln bzw. neu orientieren möchte, sich antrieblos fühlt, von Zweifeln und Ängsten geplagt wird, schwierige Erlebnisse verarbeiten will oder unter Unsicherheit leidet, findet hier Unterstützung. Ziel der Therapie ist es stets, die Lebensqualität und -umstände zu verbessern, das Wohlbefinden zu steigern und mit neuer Kraft, Energie und Motivation die anstehenden Herausforderungen anzupacken. Die 46-jährige Barbara Morawec Repp schloss nach der Berufsmaturität ein Studium in Sozialer Arbeit ab, war mehrere Jahre im Bereich Familienbegleitung und Opferhilfe tätig und absolvierte verschiedene therapeutische Ausbildungen. «Per Mail oder Telefon können Klientinnen und Klienten ohne lange Wartezeiten einen unverbindlichen, kostenlosen Gesprächstermin mit mir vereinbaren. Erst dann folgt der Entscheid, ob der gemeinsame Weg mit dem Beratungs- und Therapieprozess begonnen wird. Die Sitzungen finden – je nach Wunsch – entweder bei mir in der Praxis oder auf einem Waldspaziergang statt. Ich verfolge einen lösungszentrierten Ansatz – meinen Erfahrungen zufolge unterstützt dieser die Zielerreichung in besonders hohem Masse», erzählt sie. praxis-diewegbegleiterin.ch Faires und Feines für den (Oster-) Brunch! Süsse und herzhafte Brotaufstriche, fruchtige Säfte, grosse Auswahl 1A Kaffee mit Mehrwert für alle. Preise individuell Claro Weltladen Metzgergasse 10, claro-burgdorf.ch Gola – Sportliche Schuhe im Vintage Look Der Viper ist ein zuverlässiger und stylischer Begleiter für jeden Tag. Für Damen und Herren. Ab CHF 110.00 Schuhfachgeschäft Handschin Hohengasse 13, schuhe-handschin.ch
19 Die Seiten von Cioccolatini Farbenfroher Genuss durchs ganze Jahr! PralinenVielfalt aus Italien, mit aromatischem Inhalt; Sortenrein oder in drei Mischsack-Grössen. Preise individuell ChocoLade Poststrasse 9, choco-lade.ch Shine Bag Vacchetta Mou Unser allseits beliebter Shopper. Mit vier Innenfächern für Schlüssel, Handy und vieles mehr. Tragriemen aus Leder. CHF 169.00 UASHMAMA Hohengasse 4, uashmama.ch Phytolismischung Lebertonikum Unterstützen Sie Ihre Leber mit unserem Phytolis Lebertonikum. CHF 25.30 Apotheke Ryser AG Lyssachstrasse 17, apotheke-ryser.ch Gourmet-Abo Genuss im Abo: drei, sechs oder zwölf Monate saisonale Spezialitäten – ein besonderes Geschenk im Frühling. Preise individuell Lavanda Feinkost Blaser & Dugumovic Hunyadigasse 2, lavanda.ch
Die Seiten von 20 101g Eberhart’s – Teehaus Inhaberin Brigitte Wagner übergibt ihr Geschäft «Teehaus Burgdorf & 101g-Lebensmittel im Offenverkauf» an der Hohengasse 8 anfangs März 2026 in neue Hände. «Für mich ist die Zeit gekommen, ein neues Kapitel in meinem Leben aufzuschlagen», erzählt sie. «Es ist mir ein grosses Anliegen, meiner Kundschaft von Herzen für ihre Treue zu danken. Ich bin überzeugt, dass ich eine wunderbare Nachfolgelösung für den Laden, der mir ans Herz gewachsen ist, gefunden habe.» Neu übernimmt die 29-jährige Natascha Eberhart, die einen Landwirtschafsbetrieb mit Selbstbedienungs-Hofladen in Schmidigen-Mühleweg führt, das Geschäft mit dem neuen Namen 101g Eberhart’s – Teehaus im Herzen der Burgdorfer Altstadt. Sie gehört seit langem zu den Lieferanten des «Teehaus Burgdorf». Die zweifache Mutter setzt sich zum Ziel, Bewährtes zu erhalten, neue Ideen umzusetzen und das Angebot auszubauen. Das Sortiment wird mit zahlreichen regionalen Hofprodukten ergänzt: mit Fleischwaren, einer saisonalen Auswahl an frischem Gemüse, mit Konfitüre, Blütenhonig, Sirup, Eingemachtem und originellen Geschenkideen. Zudem sind jeden Samstag frische, verführerische Butterzöpfe oder Brote aus dem Holzofen erhältlich. Unterstützung erhält Natascha Eberhart vom bisherigen Team, das noch verstärkt wird. Auch Brigitte Wagner steht ihr auf Wunsch mit Rat und Tat zur Seite. «Ich hoffe, zahlreiche Kundinnen und Kunden begleiten mich in mein neues Abenteuer. Es lohnt sich bestimmt, im 101g Eberhart’s – Teehaus vorbeizuschauen», verspricht Natascha Eberhart. teehausburgdorf.ch Stiftung intact - Schalen mit Pflanzenmotiv Frei kombinierbare Porzellanschalen in verschiedenen Grössen und Farben. Handgefertigt, nachhaltig, schadstofffrei und spülmaschinenfest. Klein CHF 26.00/Mittel CHF 31.00/Gross CHF 48.00 Stiftung Intact Keramikwerkstatt Bernstrasse 7, wir-bringens.ch Schweizer Design Modische Brillen von Feller aus Bern! Preise individuell Optik von Gunten AG Poststrasse 5, optik-vongunten.ch
21 Die Seiten von Telefon- & Büroassistenz Wir sichern Ihre telefonische Erreichbarkeit und halten Ihr Büro in Schuss. Preise individuell Teleantwort GmbH Kornhausgasse 8, teleantwort.ch Handgewebter Wollstoff Handgewebter Wollstoff, vorbereitet für einen Mantel, der nach den Wünschen der Kundin fertiggestellt werden kann. Preise individuell RB Baumgartner Uhren Auswahl an mechanischen und automatischen Damen- und Herrenuhren der Manufaktur RB Baumgartner. Ab CHF 1`200.00 Gervaise hand made Schmiedengasse 13, gervaise.ch USB-Ladekit 10W für Smartphone Ladegerät mit zwei USB-Anschlüssen: USB 2.1A und USB 1A. Maximale Leistung von 10 Watt für 100 % Schnellladung in zirka einer Stunde. CHF 17.95 statt 39.95 Quickline Shop (Localnet) Bahnhofstrasse 65, quickline.localnet.ch Tannenspitzen Aufstrich Eine leckere, würzige, altbekannte Honigalternative. Gepflückt im eigenen Wald. CHF 9.00 101g Eberhart`s Teehaus Burgdorf Hohengasse 8, 101g.ch
22 Wer sich in Burgdorf bewegen will, findet die Möglichkeiten direkt vor der Haustür: auf der Schützenmatte, im Wald, entlang der Emme oder bald im neuen Outdoor-Fitnesspark. Mit frei zugänglichen Angeboten setzt die Stadt ein klares Zeichen: Sport soll einfach und für alle möglich sein. Wenn die Tage länger werden und die Temperaturen steigen, verlagert sich das Leben wieder nach draussen. Für viele ist der Frühling der Moment, an dem der Vorsatz «mehr Bewegung» konkret wird. Doch wer Sport treiben will, braucht weder ein Fitnessabo noch eine Vereinsmitgliedschaft. In Burgdorf stehen zahlreiche frei zugängliche Angebote zur Verfügung. Ganz unkompliziert, meist gratis oder kostengünstig und ohne Verpflichtungen. Die Stadt verfolgt seit Jahren das Ziel, Sport möglichst niederschwellig zugänglich zu machen. «Uns ist wichtig, dass sich die Bevölkerung bewegen kann, ohne grosse Hürden», sagt Karin Schaad, Sportbeauftragte der Stadt Burgdorf. Gerade weil der Individualsport stark zugenommen habe, brauche es flexible, öffentliche Angebote. Zwei neue Projekte stehen exemplarisch für diese Entwicklung: die Ausleihstation Box UP auf der Schützenmatte und der geplante Outdoor-Fitnesspark auf der benachbarten Badimatte. Sportmaterial per App Seit November steht zwischen Schützenmatte und Badimatte an einer gut frequentierten Weggabelung eine sogenannte Box UP-Station. Sie wurde vom Kanton Bern im Rahmen eines Förderprogramms zur Verfügung gestellt und wird von der Stadt betrieben. Ziel ist es, die sportlichen Aktivitäten der Bevölkerung zu stärken, indem kostenlos Sport- und Spielmaterial ausgeliehen werden kann. Das System ist einfach organisiert: Über eine App lassen sich die elektronisch gesicherten Fächer öffnen. Die Anlage funktioniert solarbetrieben und benötigt keine zusätzliche Stromquelle. In den Fächern befinden sich je nach Saison unterschiedliche Spiel- und Sportgeräte – etwa Bälle, Wurfspiele oder weitere Freizeitmaterialien. Die Nutzung ist kostenlos und ohne Registrierung vor Ort möglich. Der Standort wurde bewusst so gewählt, dass Spaziergängerinnen und Spaziergänger, Familien oder Jugendliche spontan ein Spiel beginnen können. «Der Outdoor-Fitnesspark soll ein frei zugänglicher Treffpunkt für Bewegung unter freiem Himmel werden.» Karin Schaad, Sportbeauftragte Stadt Burgdorf Sport im öffentlichen Raum Bewegung braucht kein Fitne
23 Noch ist die Nutzung verhalten, was angesichts der Wintermonate nicht überrascht. «Wir rechnen damit, dass die Anlage im Frühling und Sommer deutlich stärker genutzt wird», so Karin Schaad. Trainieren unter freiem Himmel Unweit der Box UP-Station entsteht derzeit ein weiteres Projekt: Auf der Badimatte wird ein frei zugänglicher Outdoor-Fitnesspark realisiert. Die Baubewilligung liegt vor, der Baustart erfolgt im März. Bereits im Sommer soll der Park eröffnet werden. Die Anlage wird acht bis zehn Trainingsgeräte umfassen und richtet sich an unterschiedliche Altersgruppen. Geplant sind Stationen für Kraft, Koordination und Beweglichkeit, konzipiert für das Training mit dem eigenen Körpergewicht. In unmittelbarer Nähe wird zudem ein Tischtennistisch neu positioniert, sodass auf der Badimatte ein kleiner, zusammenhängender Bewegungsbereich entsteht. Die Nutzung ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich. Das Projekt geht auf einen Förderverein zurück, der aus der Sportkommission hervorgegangen ist. «Ziel war es, ein professionell geplantes Angebot umzusetzen und dabei rasch voranzukommen», erklärt Karin Schaad. Die Finanzierung erfolgt über Sponsoring. Ergänzend werden Bäume gepflanzt, die künftig Schatten spenden und die Aufenthaltsqualität erhöhen. Die beiden neuen Anlagen ergänzen ein bereits vielfältiges Netz frei zugänglicher Sportmöglichkeiten in Burgdorf. Dazu zählen unter anderem der Vitaparcours und der Helsana Trail, die unterschiedliche Lauf- und Trainingsstrecken im Naherholungsgebiet bieten. Auch das Orientierungslauf-Streckennetz, das vom regionalen OL-Verein betreut wird, wird rege genutzt. Hinzu kommen zahlreiche Wanderwege wie der Planetenweg oder die familienfreundliche Route über den Flüeweg und die Sandsteinfelsen der Gysnauflühe. Velorouten entlang der Emme und in der Umgebung eröffnen weitere Möglichkeiten für individuelle Bewegung. Im Sommer bietet die Badi Raum für Schwimmen und Freizeitaktivitäten. Vereine und offene Angebote Neben dem freien Individualsport bleibt auch der Nachwuchs ein Schwerpunkt. Burgdorf zählt rund 60 aktive Sportvereine, zwei Drittel davon mit Nachwuchsmannschaften. Ergänzend dazu bestehen offene Angebote wie der freiwillige Schulsport, polysportive Programme im Ferienpass oder saisonale Aktivitäten in Zusammenarbeit mit der Jugendarbeit, beispielsweise Street Soccer. Beim Schulhaus Schlossmatt steht in den Sommermonaten zudem ein mobiles Unihockeyfeld zur Verfügung. Im Winter öffnet die «offene Turnhalle» ihre Türen und bietet Kindern und Jugendlichen zusätzliche Bewegungsmöglichkeiten ohne Vereinsbindung. Gerade diese Kombination aus Vereinsstrukturen und frei zugänglichen Angeboten entspricht dem heutigen Sportverhalten. Viele Menschen möchten sich bewegen, ohne langfristige Verpflichtungen einzugehen. Gleichzeitig bleiben Vereine wichtige Träger des organisierten Sports. Burgdorf positioniert sich seit eh und je als Stadt für Kultur, Sport und Freizeit. Die aktuellen Projekte auf der Badimatte sind konkrete Schritte in diese Richtung. Sie zeigen, dass Sport nicht zwingend mit grossen Infrastrukturen verbunden sein muss. Oft genügen einfache, gut zugängliche Anlagen, um Bewegung im Alltag zu fördern. Die warme Jahreszeit bietet dafür passende Gelegenheiten. Und: Die Möglichkeiten liegen vor der Haustür. nessabo Neue Bewegungsimpulse in Burgdorf: Der geplante OutdoorFitnesspark und die Box UP-Ausleihstation stehen für frei zugänglichen Sport Infos Outdoor-Fitnesspark ofp-burgdorf.ch
24 Für die einst mondäne Villa Schnell im Hofgut, nahe beim Bahnhof Steinhof, soll eine neue zeitgemässe Nutzung entwickelt werden. Die Stadt Burgdorf steht deshalb in Verhandlungen mit dem Kanton Bern, dem Besitzer der historischen Liegenschaft und der dazugehörigen weitläufigen Parkanlage. Gleichzeitig werden verschiedene Konzepte und deren Finanzierung geprüft. Bereits 2022 diskutierte man im Burgdorfer Stadtrat über die Zukunft der Villa Schnell. Der Gemeinderat wurde schliesslich beauftragt, den Kauf der Villa zu prüfen. Unmittelbarer Anlass waren damals die weitreichenden Veränderungen, die das Steinhofareal erlebte: Der Bahnhof Steinhof wurde versetzt, die alten Gebäude abgerissen und an ihrer Stelle entstand die neue, demnächst bezugsbereite Überbauung. Damit verlor das Quartier sein gut etabliertes Quartierzentrum. Es entstand die Idee, die Villa für eine neue Nutzung zu erwerben und den Park als grüne Oase in dem nunmehr dichtbebauten Wohngebiet öffentlich zugänglich zu machen. Diese Öffnung wurde bereits vollzogen. Die Stadt mietet den denkmalgeschützten Park seit Juni 2025 und macht ihn im Rahmen eines zweijährigen Pilotprojekts der Öffentlichkeit zugänglich. Gleichzeitig sind die Verhandlungen mit dem Kanton über den Kauf des gesamten Areals mittlerweile so weit fortgeschritten, dass nun konkrete Konzepte und Ideen zur künftigen Nutzung entwickelt und geprüft werden können. Dafür wurde die Firma planval beauftragt, die sich auf die Begleitung innovativer und nachhaltiger Projekte in der Gemeindeentwicklung mit partizipativen Prozessen spezialisiert hat. Breit abgestütztes Nutzungskonzept Die von der Stadt formulierte Aufgabe lautet denn auch, in einem offen und kreativ gestalteten Prozess ein nachhaltig wirksames und erfolgversprechendes Nutzungs-, Betriebs- und Finanzierungskonzept für Villa Schnell Historischer Charme mit neu Villa und Park in einem Aquarell von Joseph Nieriker, 1867 © Rittersaalverein
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