13 Ziel ist es, Brücken zu schlagen zwischen IT und Fachabteilungen. «Digitale Lösungen müssen verständlich und praxistauglich sein», sagt Sibylle Zwahlen. Der Beruf richtet sich an Jugendliche mit Interesse an Technik und betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen. Er wird nicht jährlich angeboten, sondern in grösseren Abständen, um eine qualitativ hochwertige Betreuung sicherzustellen. Lehrlingslager stärkt den Zusammenhalt Berufsbildung in Burgdorf umfasst neben der fachlichen Ausbildung auch verbindende Elemente. Zu Beginn jedes Lehrjahres findet ein gemeinsames Lehrlingsessen statt. Neue Lernende lernen ihre Kolleginnen und Kollegen kennen, Kontakte entstehen frühzeitig. Einmal pro Jahr organisiert die Stadt auch ein Lehrlingslager im Eriz. Während einer Woche erhalten die Lernenden Einblick in verschiedene Direktionen und diskutieren mit Mitarbeitenden über deren Aufgabenbereiche. Diese Woche dient nicht nur der Information, sondern auch der Teambildung. «Das stärkt den Zusammenhalt», sagt Sibylle Zwahlen. Vernetzung wird bewusst gefördert, weil sie das Verständnis für die Gesamtorganisation vertieft. Die Rolle der Berufsbildnerinnen und Berufsbildner ist dabei zentral. Sie sind in den einzelnen Direktionen für die fachliche Ausbildung verantwortlich. Sie definieren Ausbildungsziele, begleiten Praxisaufträge, beurteilen Handlungskompetenzen und führen regelmässig Gespräche mit den Lernenden. Die Zusammenarbeit zwischen Lehrlingsbeauftragter und Berufsbildnern stellt sicher, dass Ausbildungsstandards eingehalten und individuelle Entwicklungen begleitet werden. Denn Berufsbildung ist kein isoliertes Projekt einzelner Abteilungen, sondern eine organisationsweite Aufgabe. Auch Rahmenbedingungen wie Ferienregelungen, überbetriebliche Kurse oder Prüfungsmodalitäten sind klar geregelt. Lernende haben Rechte, etwa auf eine fachgerechte Ausbildung und Lohn während der Schulzeiten. Gleichzeitig bestehen Pflichten: Besuch der Berufsschule, Führen einer Lerndokumentation, Einhalten von Arbeitszeiten und Datenschutzbestimmungen. Berufsbildung als nachhaltige Investition Zusätzlich unterstützt die Stadt ihre Lernenden finanziell. Beiträge an den öffentlichen Verkehr, Übernahme von Lehrmitteln und Prüfungsgebühren sowie Prämien für gute Abschlussnoten sind Ausdruck dieser Haltung. Nach Lehrende besteht kein automatischer Anspruch auf Weiterbeschäftigung, doch individuelle Lösungen werden geprüft, insbesondere im Zusammenhang mit einer anschliessenden Berufsmaturität. So versteht die Stadtverwaltung Berufsbildung nicht als kurzfristige Nachwuchssicherung, sondern als nachhaltige Investition. Wer hier eine Lehre absolviert, erhält nicht nur einen Berufsabschluss, sondern Einblick in das Funktionieren einer öffentlichen Institution – und damit eine solide Grundlage für den weiteren beruflichen Weg. Schätzt die Vielseitigkeit: Finn Stöckli, Lernender Fachmann Betriebsunterhalt EFZ im Hausdienst Vernetzt über alle Bereiche hinweg: Die Lernenden der Stadtverwaltung Burgdorf lernen nicht nur ihren Beruf, sondern auch die Arbeit der anderen kennen und profitieren so voneinander
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