5 und Andreas Schmid, seines Zeichens Mitinhaber der von Eriswil nach Burgdorf gezogenen Leinenweberei Schmid, der heutigen Schwob AG. Burgdorf-Solothurn, Burgdorf-Langnau, Burgdorf-Thun Als erste Etappe wurde 1875 die Bahnlinie Richtung Solothurn eröffnet. Sie florierte hauptsächlich dank den umfangreichen Gütergeschäften mit den Eisenwerken von Roll in Gerlafingen oder der Papierfabrik in Biberist, die zum Beispiel Emmentaler Holz benötigten. Etwas später folgte die Linie nach Langnau und schliesslich, unter dem Namen Burgdorf-Thun-Bahn (BTB) als erste elektrische Vollbahn Europas die Stretadtentwicklung cke nach Thun. Zusammengefasst wurde das ganze Netz schliesslich 1942 zur Emmental-Burgdorf-ThunBahn (EBT). Schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts hatte sich Burgdorf damit zu einem überregional bedeutenden Bahnknoten mit zwei Gleisfeldern (Emmentalbahn und Centralbahn, dazwischen der Bahnhofvorplatz) entwickelt. Und Bahnknoten benötigten schon damals zweckmässige Depotanlagen und Werkstätten für den Unterhalt der Lokomotiven und des Wagenmaterials. Diese Infrastruktur wurde in mehreren Etappen nördlich der Centralbahn-Geleise auf dem Areal neben der etwas früher erbauten Leinenweberei Schmid (heute Schwob) realisiert. Einzigartiges historisches Erbe Viele Bauten aus den Anfangszeiten des Burgdorfer Bahnknotens wurden zurückgebaut und sind heute längst neueren Entwicklungen des Areals gewichen. So wurde etwa der ehemalige Kopfbahnhof der Emmentalbahn und späteren EBT aufgehoben, nachdem die ursprünglich getrennten Gleisfelder zusammengeführt wurden. Dort, wo früher die Züge der Emmentaler Linien ein- und ausfuhren, befindet sich heute der Bushof. Einige historische Gebäude haben jedoch überdauert, insbesondere auf der Nordseite des Bahnhofs. So etwa der markante, dreiteilige Sichtbacksteinbau, die sogenannte «Gestellhalle», die um 1915 erbaut wurde und als Reparaturwerkstatt diente. Auch das etwa gleichzeitig realisierte und später erweiterte, zweischiffige Depot sowie die dazugehörige Verschiebebühne sind noch als Zeugen der Burgdorfer Depots, Werkstätten und die Leinenweberei ca. 1925 © BLS Stiftung Der «dekorative» Kopfbahnhof der BTB in Burgdorf um 1910 © Sammlung H. Fankhauser © ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv
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