Burgdorfer StadtMAGAZIN Nr. 02 - Sommer 2026

8 Der Meistertitel der Wizards Bern Burgdorf kam nicht aus dem Nichts. Er ist vielmehr das Resultat jahrelanger Aufbauarbeit, mutiger Entscheidungen und einer Vereinskultur, die konsequent auf Nachwuchs, Zusammenhalt und Leidenschaft setzt. Hinter dem grössten Erfolg der Vereinsgeschichte steckt deshalb weit mehr als nur eine starke Saison. Als die Spielerinnen des Unihockey-Clubs Wizards Bern Burgdorf im Frühjahr in Fribourg den Meisterpokal in die Höhe stemmten, war das mehr als nur ein sportlicher Triumph: Zum ersten Mal holte ein FrauenUnihockeyverein aus dem Kanton Bern den Schweizer Meistertitel. Die Bilder gingen dank Social Media weit über die Unihockeyszene hinaus: jubelnde Spielerinnen, Freudentränen, eine Halle mit über 8'000 Zuschauerinnen und Zuschauern, die beinahe explodierte. Doch die eigentliche Geschichte der Wizards beginnt lange vor diesem Finalabend. Sie beginnt in kleinen Turnhallen. Mit Eltern, die Fahrdienste übernehmen. Mit Freiwilligen, die Spieltage organisieren. Mit Trainerinnen und Trainern, die Woche für Woche investieren. Und mit einem Verein, der über viele Jahre hinweg bewusst einen Weg gewählt hat, der Geduld verlangt. «Wir galten lange als Talentschmiede, die den letzten Schritt nicht schafft», sagt Tatjana Greber, Vereinspräsidentin und Sportchefin der Wizards. Tatsächlich gehörte der Club in den vergangenen Jahren regelmässig zu den stärksten Teams der Schweiz. Immer wieder spielte man vorne mit, erreichte Halbfinals, blieb dran – und scheiterte doch oft kurz vor dem grossen Coup. Viele Vereine hätten in einer solchen Situation wohl versucht, mit erfahrenen Transfers oder kurzfristigen Lösungen nachzuhelfen. Die Wizards entschieden sich bewusst dagegen. «Wir mussten auch Lehrblätze einfahren», sagt Tatjana Greber. «Aber das Dranbleiben und Dranglauben hat's gebracht.» Der Lohn für konsequente Nachwuchsarbeit Diese Haltung zieht sich bis heute durch den ganzen Verein. Die Wizards setzen konsequent auf den eigenen Nachwuchs. Und genau dieser Ansatz wurde nun belohnt. In den vergangenen vier Jahren wurde die U21 zweimal Schweizer Meister und zweimal VizeMeister. Viele jener Spielerinnen standen nun auch beim Titelgewinn der ersten Mannschaft auf dem Feld. «Wer Vertrauen schenkt, wird mit Leistung belohnt», sagt Vizepräsident Yves Aeschbacher. Dass die Wizards heute überhaupt auf diesem Niveau arbeiten können, hat allerdings auch mit Entscheidungen zu tun, die Jahre zurückliegen. Ein zentraler Wendepunkt war die Fusion der Grossfeld-Teams mit den Bern Capitals im Jahr 2013. Unter dem damaligen PräsiWizards Bern Burgdorf Der Weg zum Titel begann

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