13 Prädikat «naturnahe Umgebungsgestaltung» entsprechen. Die noch «junge» Anlage wird sich bei entsprechender Pflege weiter entwickeln. Die für die Zertifizierung zuständigen Experten rechnen damit, dass das endgültige Bild hinsichtlich einer stabilen Artenvielfalt in zwei bis drei Jahren erreicht sein wird. Etwas anders gelagert ist die Grünanlage rund um den Kindergarten im Choserfeld. Auch diese Freifläche wurde von der Stiftung Natur & Wirtschaft als Vorzeigeprojekt für Biodiversität im Siedlungsraum gewürdigt und zertifiziert. Denn der Freiraum rund um den Kindergarten ist weit mehr als ein klassischer Spielplatz. Er ist vielmehr ein vielfältig gegliederter Naturraum, in dem die Kinder beobachten, entdecken und gestalten können. Wiesen, offene Flächen, Baumbestände und Hecken bieten Lebensräume für Flora und Fauna. Zudem trägt die Anlage zur Durchgrünung des Quartiers bei und wirkt sich positiv auf das Mikroklima aus. Ähnliches gilt für den Stadtpark beim Ententeich. Hier wurden über 5‘000 m2 naturnah gestaltete und ökologisch wertvolle Freiflächen zertifiziert. Viele weitere Quadratmeter sollen folgen: «Als nächstes sind die Schlosswiese inklusive Schlossfelsen, der Friedhof und die Spielplätze dran», sagt Kevin Herzog, der als Leiter Stadtgrün die Zertifizierungen begleitet. en Arealen Mittelfristig rückt zudem die Förderung der Biodiversität und die entsprechende Gestaltung der Freiräume innerhalb dichter Bebauungen stärker in den Fokus. Warum ist Biodiversität im Siedlungsgebiet denn eigentlich so wichtig? Artenvielfalt ist weit mehr als ein «Nice-to-have» im Siedlungsraum. Vielfältige Lebensräume leisten einen wichtigen Beitrag zu einem gesunden und lebenswerten Umfeld. Sie bieten nicht nur Lebensraum für Pflanzen und Tiere, sondern verbessern auch das Mikroklima, speichern Wasser und helfen mit, Hitzeinseln im urbanen Raum zu reduzieren. Gleichzeitig schaffen naturnahe Freiräume Orte der Begegnung, Erholung und Naturerfahrung, und dies direkt vor der Haustüre. Gerade im Siedlungsgebiet kommt der Biodiversität deshalb eine besondere Bedeutung zu. Städte und Gemeinden können wertvolle Vernetzungsräume schaffen. Entscheidend ist dabei nicht nur die Qualität einzelner Flächen, sondern auch deren Verbindung untereinander. Naturnahe Grünflächen, Hecken, Bäume, Blumenwiesen oder offene Bodenstellen wirken wie Trittsteine innerhalb des Siedlungsraums. Sie ermöglichen es Pflanzen und Tieren, sich auszubreiten und unterschiedliche Lebensräume miteinander zu verbinden. So entsteht Schritt für Schritt ein lebendiges ökologisches Netz durch die Stadt. Ein Stück Lebensqualität für alle. Sandlinse zur Förderung von Wildbienen beim Alpenzeiger
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