Burgdorfer StadtMAGAZIN Nr. 02 - Sommer 2026

12 In Burgdorf hat der Erhalt und die Stärkung der Artenvielfalt einen hohen Stellenwert. Erklärtes Ziel ist es, die Biodiversitätsflächen auf Gemeindegebiet sowohl quantitativ als auch qualitativ weiterzuentwickeln. Mit der Zertifizierung von drei Arealen auf öffentlichem Grund wurde unlängst ein weiterer Schritt in diese Richtung vollzogen. Schon seit 2022 vergibt die Stadt Burgdorf zusammen mit der Stiftung Natur & Wirtschaft die Auszeichnung «Garten der Zukunft» an Burgdorferinnen und Burgdorfer, die ihren privaten Garten naturnah und artenreich gestalten. Eine durchwegs erfolgreiche Initiative: Bereits über 60 Gärten der Zukunft schmücken unsere Stadt, und die Aktion wird auch in diesem Jahr fortgeführt. Mit der Zertifizierung öffentlicher Flächen geht die Stadt nun einen entscheidenden Schritt weiter und setzt mit ersten Projekten die in der Legislaturplanung definierten Massnahmen zur Stärkung der Biodiversität auf Gemeindegebiet um. So konnten bis heute bereits die Grünanlage beim Alpenzeiger, der Park beim Ententeich sowie die Freifläche des Kindergartens Choserfeld umgestaltet und erfolgreich zertifiziert werden. Wertvoller Lebensraum für einheimische Tier- und Pflanzenarten Als die Stadt Burgdorf vor 115 Jahren den Hang hinter dem Gymnasium erwarb, dachte niemand an Biodiversität. Vielmehr war das Ziel, eine öffentliche Parkanlage mit Aussicht auf die Alpen zu schaffen und dieses Alpenpanorama zu bewahren. Zudem wollte man damit dem wenige Jahre zuvor gebauten Gymnasium eine herrschaftliche Erscheinung, mit halbkreisförmiger Promenade und neoklassizistischem Brunnen, verleihen. 2024 begann die Umgestaltung der Fläche rund um den Alpenzeiger hin zu einer Verbindung von hoher ökologischer Qualität und architektonischer Gestaltung. Insgesamt entstanden über 6‘300 m2 Lebensraum für Tiere und Pflanzen, die dem Biodiversität Zertifizierung von öffentliche «Die ersten drei Zertifizierungen haben gezeigt, dass wir uns in Sachen Biodiversität bereits auf recht hohem Niveau bewegen. Es waren nur wenige Umgestaltungen nötig. Bei den nächsten Projekten wird es wohl mehr brauchen.» Francesco Rappa, Gemeinderat Ressort Tiefbau / Infrastruktur

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