SHP wird neue Pensionskasse für die Stadtangestellten

27.04.2018

Der Gemeinderat hat entschieden, die Versicherten der Stadt Burgdorf per 1. Januar 2019 bei der Pensionskasse SHP zu versichern.

Er stützte sich dabei auf einen umfassenden Bericht der Paritätischen Kommission Personal und auf den guten Jahresabschluss 2017 der PRE. Ausschlag für den Wechsel zur SHP gaben deren sehr gute Risikofähigkeit mit soliden technischen Parametern und die Tatsache, dass mit den per Ende 2017 ausgewiesenen Kapitalien der PRE der Wechsel finanziert werden kann.

Wie die meisten Pensionskassen geriet auch die städtische Pensionskasse Region Emmental (PRE) beim Börsencrash 2008 in eine Unterdeckung. 2011 wurde ein Primatwechsel vollzogen. Auf 2012 kündigte die grösste angeschlossene Arbeitgeberin den Anschlussvertrag und verliess die Pensionskasse mit über 600 Aktiven. Die Unterdeckung betrug damals 85.9%. Trotz dem seither sehr ungünstigen Verhältnis von Aktiven zu Rentnern gelang es der PRE, in den vergangenen zehn Jahren die Unterde-ckung zu beheben und gleichzeitig die versicherungstechnischen Parameter (technischer Zinssatz, Berechnungsgrundlagen) schrittweise anzupassen. 2017 konnte erstmals wieder ein ausreichender Deckungsgrad von 105.84% erreicht werden.

Einen grossen Anteil an die Sanierung des Deckungsgrades leisteten die Aktiven. Sich abzeichnende hohe Renteneinbussen bei künftigen Pensionierungen veranlassten den Gemeinderat, die langfristige Sicherung der Altersvorsorge in der 2. Säule zum Legislaturziel zu erklären. Im Auftrag des Gemeinderates hat die Paritätische Kommission Personal (PKP, zusammengesetzt aus je drei Vertretungen des Arbeitgeber und der Arbeitnehmer) geeigneten Massnahmen entwickelt und nachhaltige Anschlusslösungen beantragt. Die PKP wurde von zwei Fachpersonen der beruflichen Vorsorge unterstützt.

Schon Ende 2017 zeigte sich, dass der hohe Rentnerkapitalanteil der PRE für die Zukunft ein zu hohes Risiko für die Versicherten, die Arbeitgeber und die Kasse selbst darstellt. Der Gemeinderat fasste deshalb den Vorentscheid, den Anschlussvertrag mit der PRE zu kündigen. Er informierte die Betroffenen und am 24. Januar 2018 die Medien über diesen wegleitenden Vorentscheid.

Nun ist auch klar, wer die Destinatäre der Stadt in Zukunft versichern soll. Es ist die Pensionskasse SHP (Abkürzung für Spital-, Heim- und Pflegepersonal) mit Hauptsitz in Dietikon (ZH). Sie hat die Rechtsform einer privatrechtlichen Stiftung (wie die PRE) und ist als Gemeinschaftsstiftung organisiert. Die SHP verwaltet ein Vermögen von 1.5 Mia. Franken für insgesamt rund 11‘100 versicherte Personen (9‘100 Aktive und 2‘000 Rentner). Ihre 455 Kunden hat die SHP hauptsächlich im Gesundheitswesen, dazu gehören aber auch Gemeinden und Städte in der Deutschschweiz. Sie erzielte von 2011 bis 2017 eine durchschnittliche Performance von 5.01% (PRE 4.93%) und 2017 eine Rendite von 8.39% (PRE 7.82%). Die Risikofähigkeit dieser Kasse kann aufgrund der sehr aktuellen technischen Parameter, dem tiefen Rentnerkapitalanteil von 50% (PRE 149%) und der vorhanden Wertschwan-kungsreserve von 7% als gut bis sehr gut bezeichnet werden. Vor kurzem entschied sich aus dem Kanton Bern auch die Gemeinde Bolligen für den Anschluss an diese Kasse.

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