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OPEN CALL - Ein Kulturort auf dem Friedhof Burgdorf

Pavillon Friedhof Burgdorf

Einem griechischen Tempelchen gleich steht ein Pavillon auf dem Burgdorfer Friedhof. Der Pavillon diente bis vor über 70 Jahren als Aufbahrungsstätte und Ort des endgültigen Abschiednehmens und wurde seitdem vor allem als Lagerraum für Gerätschaften der Friedhofsgärtnerei genutzt. Im Zuge der Umgestaltung und Neukonzeption des Friedhofs soll dieser als Parkanlage aber auch als Begegnungs- und Kulturort wieder vermehrt wahrgenommen werden. Auch der Pavillon soll als Kulturort in Wert gesetzt werden.


Offener Wettbewerb für Kulturschaffende aller Sparten

Die Kulturabteilung schreibt zusammen mit der Abteilung Stadtgrün einen öffentlichen Wettbewerb für künstlerische Projekte im Pavillon auf dem Friedhof Burgdorf aus.

Was wird gesucht:
Die Ausschreibung ist ein Pilotprojekt. Es werden künstlerische Projekte gesucht, die spezifisch auf den Ort eingehen und innerhalb oder ausserhalb direkt vor oder um den Pavillon stattfinden. Es sind Projekte aller Sparten vorstellbar, sofern sie sich an die Rahmenbedingungen des Friedhofs halten und diesen als Ort der letzten Ruhe und des Abschiednehmens respektieren. 
Aus den eingegangenen Kulturprojekten wird von der Jury ein Projekt für die Umsetzung ausgewählt.

An wen richtet sich die Ausschreibung:
Kulturschaffende aller Sparten


Der Pavillon
Es handelt sich von aussen um einen Solitärbau mit ausgestalteten Sichtmauerkubus mit schwerem Kranzgesims und einem Haustein-Portikus mit toskanischen Säulen. Der Bau stammt aus dem Jahr 1893 und repräsentiert mit seinem Neurenaissance-Stil die Zeit vor der Friedhofsreformbewegung des 20. Jahrhunderts. Er steht unter dem Schutz der Denkmalpflege des Kantons Bern und ist somit Teil des kollektiven Gedächtnisses der Gesellschaft.
Über eine zentrale Tür gelangt man links und rechts in zwei identische kleine Räume von je ca. 10 m2. Die Räume sind hell, die Fenster sind jedoch auf Kopfhöhe angelegt. Die Wände sind kahl, der Boden ist aus Gussbeton.
Die Wiese beim Pavillon eignet sich als Begegnungsort, z.B. für ein Pic-Nic oder einen kleinen Getränkeausschank.

Pläne:
- Standort Alte Aufbahrungshalle
- Übersicht Radius Alte Aufbahrungshalle
- Perimeter Alte Aufbahrungshalle
- Pläne Alte Aufbahrungshalle


Der Friedhof Burgdorf
Der Friedhof ist der Ort der letzten Ruhe und des Abschiednehmens für Menschen verschiedener Glaubensrichtungen. Er dient als Park zum Verweilen und zur Erholung und regt die Auseinandersetzung mit Leben, Tod und Trauer an.

Rahmenbedingungen:
• Der Pavillon ist denkmalgeschützt. Projekte müssen vollständig zurück gebaut werden können.
• Kein direkter Stromanschluss. Strom ist via Verlängerungskabel zuführbar.
• Kein Wasseranschluss, auch nicht in der Nähe
• Keine Temperaturregelung (Innentemperatur ist wie Aussentemperatur)
• Innen- und Aussenwände dürfen nicht direkt bemalt werden.
• Provisorische Installationen dürfen keine Schäden verursachen.
• Während Beisetzungen auf dem Friedhof darf keine Musik hörbar sein.
• Dauerhafte Musik ist auf dem Friedhof nicht erlaubt. Leise Musik oder Stimmen zu festgelegten Zeiten sind möglich.
• Der Weg beim Pavillon ist ein öffentlicher Durchgang und wird von Fussgänger/innen relativ stark frequentiert.
• Die Bernstrasse ist stark frequentiert. Man hört den motorisierten Verkehr.
• Die Öffnungszeiten des Friedhofs sind fix (7h – 21h).
• Zu den Öffnungszeiten wird keine «Aufsichtsperson» im Pavillon anwesend sein. Das Projekt muss dementsprechend ohne      Aufsicht funktionieren und frei zugänglich sein, es sei denn die Künstlerin / der Künstler übernimmt die Verantwortung der    Aufsicht.


Form der Bewerbung:
• Kurzer Projektbeschrieb: Motivation, Angaben zu Inhalt, Technik und Dauer der Umsetzung, Budget- und Ressourcenplanung (Budget enthält Angaben zum Arbeitsaufwand inkl. Sozialabgaben, geschätzte Material- und Technikkosten, Spesen etc.)
• Persönliche Angaben, Kontaktdaten, kurzes CV

Jury:
• Kevin Herzog (Teamleiter Friedhof), Rudolf Holzer (Leiter Baudirektion), Brigitte Bolzli (Trauerbegleiterin), 
   Dagmar Kopše (Kulturbeauftragte), Caroline Komor (Projektleiterin Kultur), Corinna Hirrle (Mitglied der Kulturkommission)


Kriterien:
• Originalität und Innovation: neue Ideen, Konzepte oder Herangehensweisen
• Dem Ort und seinen Bedingungen angepasst
• Die Rahmenbedingungen berücksichtigend: Einhaltung der Richtlinien und Anforderungen
• Künstlerische Qualität: kreative Vision, Ausdruckskraft, Fertigkeiten
• Ein diverses Publikum ansprechend und teilhaben lassend (Diversität und Inklusion)
• Relevanz des Projekts: Aktualität und Interesse
• Realistische Budget- und Ressourcenplanung

Zeitplan:
• Ausschreibung: 1. März 2024
• Zwei Besichtigungstermine in Anwesenheit des Friedhofsleiters und der Kulturbeauftragten:
  - 13. März 2024 um 18 Uhr
  - 18. März 2024 um 13 Uhr
• Projekteingabe: bis 28. April 2024, ausschliesslich per Mail an: kultur@burgdorf.ch
• Jurierung: 13. Mai 2024
• Bestätigung an Kulturschaffende: 17. Mai 2024
• Ausarbeitung Projekt bis Ende Juli 2024
• 1. Zwischenbesprechung Projektstand bis Ende Mai 2024 (nach Absprache)
• 2. Zwischenbesprechung Projektstand bis Ende Juni 2024 (nach Absprache)
• Aufbau 5. – 9. August 2024 (je nach gewähltem Projekt)
• Vernissage / Erstaufführung zwischen 12. und 16. August 2024
• Projektende / Demontage: 30. Oktober 2024.

Finanzierung:
• Für die Umsetzung eines Projektes stehen insgesamt maximal 10'000 CHF zur Verfügung (Kostendach für Honorare, Technik,    Material, Infrastruktur, Spesen etc.). Beim Honorar richten wir uns nach Möglichkeit nach den Tarifen der entsprechenden          Kulturverbände

Montage / Durchführung:
• In Zusammenarbeit mit der Friedhofsleitung und der Kulturabteilung

Vermittlung / Kommunikation:
• Präsentation auf der Webseite und im Kultur-Newsletter der Stadt Burgdorf
• Medienmitteilung

Kontakt:
Dagmar Kopše, Kulturbeauftragte, 034 429 92 23
Caroline Komor, Projektleiterin Kultur, 034 429 92 97
kultur@burgdorf.ch

Ausschreibung

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