Baumfällung an der Grabenstrasse

11.08.2020

Die Linde Nr. 1386 an der Grabenstrasse muss aus Sicherheitsgründen in den nächsten Tagen gefällt werden.

Die Strassenlinde, Tilia cordata (Winterlinde), die bereits um 1920 als Jungbaum Teil der damaligen Grabenpromenade (früher Milchgässli) war, hat in den letzten Jahren durch verschiedene Einflüsse an Vitalität verloren. Die begrenzten Platzverhältnisse, die feste Rabatte, umliegende Parkplätze und die Treppenmauer Richtung Emmentalstrasse haben zudem beigetragen, dass die Wachstumsverhältnisse für eine Linde im städtischen Raum nicht ideal waren. Aber auch die vermehrten Klimaschwankungen und langen Hitzephasen setzten der Linde zu.

Aus gestalterischen Gründen wurden in früheren Jahren die Bäume an der Grabenstrasse auf Kopf geschnitten, ein sogenannter Kastenschnitt. Diese Massnahmen waren im betreffenden Zeitraum üblich und wurden im Siedlungsraum häufig angewendet. Seit über 20 Jahren werden nun aber die Linden regelmässig durch einen Baumpfleger mit einem Aufschnitt sorgfältig gepflegt und das Kronenvolumen wegen des Standortes teilweise begrenzt. Die Pflegemassnahmen waren auf den schlechten Zustand der Linde abgestimmt.

Trotzdem hat nun die Strassenlinde im Bereich Treppe zur Emmentalstrasse bereits knapp die Hälfte seiner Krone mit Leitästen abgestossen. Diese Äste sind abgestorben und brüchig, was sicherheitsmässig ein bedenklicher Zustand ist. Abstürzende Äste können Fahrzeuge beschädigen und möglicherweise Menschenleben gefährden. Die Baudirektion liess die Situation deshalb durch einen Baumpflegespezialisten begutachten. Aus seiner Beurteilung geht hervor, dass die Schäden im Kronenbereich gravierend und nicht mehr reparabel sind. Die Linde erleidet einen Totalschaden. Baumpflegemassnahmen wie Rückschnitt des Dürrholzes würden die Instabilität des Baumes fördern und somit ein weiteres Risiko verursachen. Auch eine Kronensicherung bringt die notwendige Sicherheit nicht und wäre nicht nachhaltig. Nach einer zweiten Begutachtung kommt die Baudirektion zum Schluss, dass ein Zuwarten, bis die andere Kronenhälfte ihre Äste abstösst, nicht verantwortbar ist. Die Linde muss als „Notfällung“ gefällt werden. Die Kantonale Denkmalpflege wurde über die Baumfällung informiert.

Der Wurzelstock wird aus Gründen des Bodeneingriffs im Zusammenhang mit archäologischen Funden im Bereich Grabenstrasse nicht entfernt. Die Baumfällung wird in den nächsten Tagen erfolgen. Der Bereich ist bis dahin aus Sicherheitsgründen abgesperrt. Eine Ersatzpflanzung an diesem Standort ist zurzeit nicht geplant. Diese soll im Zusammenhang mit der späteren Sanierung der Grabenstrasse und Stadtmauer erfolgen. Der Baumersatz wird jedoch in Relation mit der Gestaltung der Grabenstrasse sowie der Begrünung der Baumgruben und der Baumartenwahl stehen. Um die angestrebte Anzahl der Bäume auf Stadtgebiet zu halten, ist im Raum Schützematt eine Ersatzpflanzung vorgesehen.

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